Duisburg: Sparkasse sucht qualifiziertes Personal

Duisburg: Sparkasse sucht qualifiziertes Personal

Das vergangene Jahr war für Duisburgs Geldhaus ein durchweg gutes. Von der positiven Geschäftsentwicklung profitieren nicht nur die beiden Trägergemeinden, sondern auch viele örtliche Institutionen und Vereine.

Mit rund 1200 Mitarbeitern gehört die Sparkasse Duisburg zu den größeren Arbeitebern in der Stadt. Die Zahl wird in den kommenden Jahren auf 1100 oder sogar noch leicht darunter fallen, "weil wir vor einer Welle von Pensionierungen stehen", so Sparkassenchef Joachim Bonn.

Doch geeigneten Ersatz zu finden, werde immer schwieriger. Die Sparkasse will verstärkt werben, um freie oder freiwerdende Stellen besetzen zu können. Gerne würde sie auch mehr Auszubildende (derzeit 65) einstellen, doch es mangelt laut Bonn an qualifizierten Bewerbern.

Und von denen, die einen Vertrag unterschreiben würden, sprängen immer häufiger im allerletzten Moment doch noch welche ab, die sich stattdessen zum Beispiel lieber ins Studium stürzen. Im Zuge ihres breit aufgestellten Zukunftsprogrammes zur Stabilisierung der Sparkasse war zwar ein leichter Personalabbau geplant, doch ohne Gegenmaßnahmen würde die Planungen nun von der Pensionärs-Entwicklung überholt.

Abgesehen von dem Personalengpass sind die Geschäfte der Sparkasse im vergangenen Jahr bestens gelaufen. Joachim Bonn sprach gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz von einem "sehr zufriedenstellenden Jahr". Oder anders ausgedrückt: Die Provisionssumme stieg von 47 auf 50 Millionen Euro, der Bilanzgewinn von fünf auf sechs Millionen Euro, die Bilanzsumme von 5,5 auf 5, 6 Milliarden Euro.

Rein rechnerisch hatte im vergangenen Jahr mehr als jeder zweite Duisburger bei der Sparkasse ein Girokonto (263.000). Die Kundeneinlagen stiegen von 4.3 auf 4.5 Milliarden Euro - trotz anhaltend niedriger Zinsen. Die Sparkasse erzielten 2017 "das beste Provisionsergebnis in ihrer Geschichte", so Firmenkunden-Vorstand Helge Kipping, der zugleich auf die erfreulich niedrigsten Ausfälle im Kreditgeschäft seit zehn Jahren verwies. Die gute Wirtschaftslage inspiriere offenbar zu Investitionen.

Der gesamte Kreditbestand lag im vergangenen Jahr bei rund vier Milliarden Euro. Besonders gefragt waren erneut Baufinanzierungen mit einem Volumen von 200 Millionen Euro. Hinter 2500 neu abgeschlossenen Bausparverträgen verbirgt sich ein Volumen von 150 Millionen Euro. Die Sparkasse genehmigte zudem 84 Millionen Euro Konsumentenkredite, sei es, um den Neukauf eines Autos oder auch nur die neue Einbauküche zu finanzieren.

Bonn wies in Folge des guten Geschäftsjahres auf das große gesellschaftliche Engagement seines Hauses. Die Sparkasse verteilt als so genannte "Bürgerdividende" in diesem Jahr 15,4 Millionen Euro, von denen viele Vereine und Verbände verbände, aber auch die beiden Trägerkommunen (neben Duisburg ist das auch Kamp Lintfort), die unabhängig von den Gewerbesteuerzahlungen von 2,2 Millionen Euro Ausschüttung profitieren. Rund eine Million wird den Stiftungen der Sparkasse zugeführt, und annähernd der gleiche Betrag fließt in soziale Projekte, die die Sparkasse unterstützt.

Bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz standen noch vier Vorstandsmitglieder Rede und Antwort, künftig werden es noch drei sein. Zum 1. April geht Uwe Haddenhorst altersbedingt in den Ruhestand, der unter anderem den Bereich Organisation verantwortet. Seine Aufgaben werden auf die verbliebenen drei Vorstände verteilt.

(RP)