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Coronavirus in Duisburg: Stadt richtet zweites Sichtungszentrum ein

Coronavirus in Duisburg: Zahl der Infizierten steigt auf 133 an : Stadt richtet zweites Sichtungszentrum ein

Die Stadt hat in der Stadthalle Walsum ein zweites medizinisches Sichtungszentrum eingerichtet. Weil die Anlaufstellen im Süden überlastet sind, sollen Patienten auf den Norden ausweichen. Beim Einkaufen achten viele auf den Sicherheitsabstand.

Aktuell sind in Duisburg 133 Personen mit dem COVID-19-Virus infiziert. Das teilte die Stadt am Sonntagmittag mit. Derzeit befinden sich noch sechs Infizierte im Krankenhaus, zuvor waren es acht gewesen. Zwei seien wieder genesen, so die Stadt.

Das Patientenaufkommen in den Notaufnahmen und Arztpraxen habe in den vergangenen Tagen weiter zugenommen, so die Stadt. Zur weiteren Entlastung, insbesondere der Notaufnahmen, nimmt die Stadt Duisburg nun ein zweites medizinisches Sichtungszentrum im Duisburger Norden in Dienst.

In diesem Sichtungszentrum sollten sich, unabhängig von einem Corona-Verdacht, alle Personen vorstellen, die sich krank fühlen und in der Lage sind, diese Sichtungsstelle selbstständig aufzusuchen. Dort würden sie durch einen Arzt untersucht. Dieser stellt dann eine eventuelle Behandlungsbedürftigkeit fest und händigt dem betroffenen Patienten gegebenfalls eine entsprechende Bescheinigung aus. Mit dieser Bescheinigung sollten sich die betreffenden Patienten –sofern eine Behandlungsbedürftigkeit besteht – in einer Arztpraxis oder einer Notaufnahme vorstellen..

Ziel dieser Maßnahme sei es, die Kapazitäten der Notaufnahmen für Notfälle und Unfälle freizuhalten. Die Stadt bittet alle Duisburger, diese Sichtungszentren zu nutzen. Die Patienten finden die medizinischen Sichtungszentren unter folgenden Anschriften: Medizinisches Sichtungszentrum Süd, Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168-172, 47269 Duisburg und Medizinisches Sichtungszentrum Nord – Stadthalle Walsum, Waldstraße. 50 (Anfahrt über Beckersloh), 47179 Duisburg. Der Zugang ist im Bereich des Bühneneingangs an der Rückseite der Stadthalle.

Die medizinischen Sichtungszentren sind täglich in der Zeit von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Patienten, die sich dort vorstellen. benötigen ihren Personalausweis und die Versichertenkarte der Krankenkasse. Sie sind direkt neben den beiden Testzentren angesiedelt.

Auf Abstand: Die Kunden in der Warteschlange vor dem Baumarkt an der Keniastraße in Großenbaum harrten geduldig aus. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Die Corona-Testzentren sind ab Sonntag täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr im Dienst. Die Anmeldung in den Corona-Testzentren erfolgt weiterhin über den Hausarzt oder die medizinischen Sichtungszentren.

Eine schöne Geste: Ein Danke-Plakat in einer Aldi-Filiale in Großenbaum. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Die Auslastung in den jeweiligen Untersuchungsstellen war in den vergangenen Tagen sehr unterschiedlich, teilte die Stadt am Sonntag mit.. So war die Auslastung der Corona-Testzentren (Fieberzentren) und Medizinischen Sichtungsstellen im Süden hoch und im Norden deutlich geringer. Um die Auslastungen möglichst gleich zu halten und um Wartezeiten zu verringern, sollten die Bürger aus dem Duisburger Süden, sofern es Ihnen möglich ist, auch die Stellen im Duisburger Norden anfahren.

Zudem würden in den medizinischen Sichtungszentren keine Rezepte ausgestellt. Es werde nur eine Bescheinigung über eine weitere Behandlungsbedürftigkeit ausgestellt. Rezepte gibt es für die betreffenden Personen beim Hausarzt / ärztichen Notdienst.

Beim Einkaufen am Samstag versuchten viele Duisburger, den nötigen Abstand zu anderen Kunden zu halten. So gab es vor einem Baumarkt an der Keniastraße in Großenbaum lange Schlangen, weil nicht alle Kunden gleichzeitig eingelassen wurden. Die Duisburger nahmen es gelassen auf und harrten geduldig aus, bis sie in den Baumarkt durften.

Eine nette Geste hatten sich Kunden einer Aldi-Filiale in Großenbaum ausgedacht: Sie hängten ein Plakat auf, in dem sie sich bei den Beschäftigten dankten, ihnen Anerkennung und Respekt zollten und sie aufmunterten, die schwierige Situation zu meistern und durchzuhalten.

Die Stadt weist nochmals darauf hin, dass Anrufer über die Notrufnummern 112 oder 110 keine Auskünfte zum Thema "Corona" bekommen. „Halten Sie die Notrufnummern für Notfälle frei!“, so der Appell der Stadtverwaltung.

(mtm)