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Düsseldorf: 20 000 Euro für das Theater Flin

Düsseldorf : 20 000 Euro für das Theater Flin

Damit das Theater Flin in neue Räume ziehen kann, will der Kulturdezernent im Kulturausschuss einen Betriebskostenzuschuss für das Haus durchsetzen.

Wenn es nach Kulturdezernent Hans-Georg Lohe geht, dann dürfen die Leiter des Theaters Flin in Flingern bald aufatmen. Lohe will im nächsten Kulturausschuss darauf hinwirken, dass das private Haus ab dem nächsten Jahr einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von jährlich 20.000 Euro bekommt.

Das Theater sei wichtig für Düsseldorf, es bereichere mit seinem besonderen Profil die Kulturlandschaft in der Stadt, hieß es aus der Kulturverwaltung. Darum wolle man dem Theater helfen, weiter seine Miete zu zahlen. Auch Oberbürgermeister Dirk Elbers soll schon signalisiert haben, dass er hinter einer solchen Entscheidung stehen werde.

Das Theater wird Hilfe bei den Mietzahlungen benötigen, weil es sein angestammtes Haus an der Ackerstraße 144 verlassen muss. Das Gelände wurde von einem Investor übernommen, zwei Tage vor Weihnachten hatten die Theaterchefs Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe die Kündigung bekommen.

Nun müssen sie sich auf dem umkämpften Düsseldorfer Immobilienmarkt nach einer neuen Bleibe umsehen. Das ist schwierig — potenzielle Vermieter schrecken meist davor zurück, ihre Immobilie entsprechend der Brandschutzrichtlinien für öffentliche Bühnen umzubauen. Der Kulturausschuss hatte dem Theater Flin daher schon eine einmalige Zahlung von 20 000 Euro zugesagt, damit es solche Umbauten bezahlen kann.

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"Wir haben 2003 bereits 120.000 Euro in unser jetziges Haus investiert, um die Anforderungen an Toilettenanlagen und Brandschutz zu erfüllen", sagt Philipp Kohlen-Priebe, "diese Investition verlieren wir nun, wenn wir in ein neues Haus ziehen." Auch haben die ersten Versuche, ein neues Haus zu finden, gezeigt, wie schwer es für die Chefs des Theater Flin und ihren Trägerverein Neue Bühne Düsseldorf wird, ähnlich günstigen Mietraum zu finden wie sie ihn derzeit bespielen.

Ein Betriebskostenzuschuss wie er nun in Aussicht steht, würde also verhindern, dass ein etabliertes Theater mit großem Stammpublikum an einem Umzug scheitert.

Neue Räumlichkeiten haben die Priebes und ihr Verein bereits ins Auge gefasst. Im ehemaligen Gebäude der Stadtwerke an der Luisenstraße gibt es eine Krankenstation, die man in eine Bühne verwandeln könnte. "Das wäre unser Traum", sagt Philipp Kohlen-Priebe, "die Räumlichkeiten sind sehr reizvoll, im Moment warten wir auf die Rückmeldung des Architektenteams, das die Umbaumöglichkeiten prüft." Sollte der Kulturausschuss dem Vorschlag des Kulturdezernenten folgen, dürfte das einen künftigen Vermieter wohl positiv stimmen.

(RP)