Karneval in Düsseldorf 2018 - Letzte Vorbereitungen für Veedelszüge

Karneval in Düsseldorf: Letzte Vorbereitungen für Veedelszüge

In den Stadtteilen wird bis zur letzten Sekunde an den Umzügen gearbeitet. Dabei geht es nicht nur um Kamelle und schöne Wagen, sondern auch um die Sicherheit. Die Anti-Terror-Auflagen sind im zweiten Jahr aber schon Routine.

Der Wagen des Kinderprinzenpaars ist wie immer ein gut gehütetes Geheimnis. Wie auch die anderen Wagen des Unterbacher Veedelszugs wartet das Gefährt in einer Scheune auf seinen Einsatz. Dieser Wagen wird in jedem Jahr passend zum Motto der Kinderprinzen zu großen Teilen neu gestaltet - diesmal passend zu "Shaun, das Schaf", denn die Kinderbuchfigur ist das Motto von Maxim und Ida-Marie. "Bis zum Zug am Sonntag bleibt der Wagen unter Verschluss", sagt Sprecher Martin Beier.

In dem Dorf im Osten laufen die letzten Vorbereitungen für den Zug: Die Kamelle, die auch schon in der Scheune liegen, werden aufgeladen, die Absperrungen bereitgestellt. Es wird wieder ein großer Tag: Mehr als 500 Teilnehmer werden am Sonntag ab 14.11 Uhr mitlaufen, Tausende Zuschauer werden erwartet.

Auch für die anderen Veedelszüge zwischen Hassels und Wittlaer wird an den letzten Tagen fleißig gearbeitet. In diesem Jahr steht dabei zum Glück wieder das Feiern im Mittelpunkt: Die Sicherheitsauflagen sind nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 zwar weiterhin erhöht, die Veranstalter müssen wieder mit Hilfe von Sponsoren und Stadt für Lkw-Barrieren sorgen. Allerdings sind die Vorkehrungen fast schon Routine: Das Carnevals-Comitee weiß von keiner einzigen Beschwerde über die Auflagen.

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Die Vorkehrungen für Sicherheit und Sperrungen bedeuten trotzdem großen Aufwand. Das weiß auch Andreas Niemann vom Festausschuss Mörsenbroicher Veedelszoch. "Wir hatten viel Arbeit in der letzten Woche, weiter geht es am Freitag", erzählt er. Es mussten entlang des rund drei Kilometer langen Zugweges die schweren Halteverbotsschilder aufgestellt werden. "Wir haben zusätzlich bei allen dort parkenden Fahrzeugen noch ein Infoschreiben hinter den Scheibenwischer geklemmt, damit die Halter die Autos rechtzeitig entfernen und nicht abgeschleppt werden muss. Wir wollen ja nicht, dass sich jemand über unseren Veedelszoch ärgert." Außerdem wurden 3000 Postwurfsendungen ausgetragen, mit denen die Mörsenbroicher und Rather über den Zugweg informiert und zu einer Spende aufgefordert werden. "Denn die Veranstaltung kostet rund 10.000 Euro", sagt Niemann. Morgen wird dann eine Tonne Wurfmaterial abgeholt, am Samstag wird das Biwak mit einer Bühne an der Spatenstraße aufgebaut. "Den Bierwagen und die Musikgruppen haben wir schon im Sommer bestellt und wie es aussieht, läuft alles rund."

Auch im Linksrheinischen wird gearbeitet. Für den Zug der Tonnengarde Niederkassel am Sonntag um 12.30 Uhr ist derzeit vor allen Dingen viel Fahrerei angesagt. "Viel Material ist in anderen Stadtteilen eingelagert", sagt Geschäftsführer Dino Conti Mica. Er ist froh, dass ein Sponsor einen Bulli zur Verfügung stellt. Transportiert werden damit etwa die Absperrgitter für den Zugweg, die Banner für die Gitter, die Schubkarren und Tonnen für das Tonnenrennen.

Herangeschafft werden muss auch der Prunkwagen, auf dem die Gäste Platz finden. Für den Transport des Wurfmaterials, das gestern direkt beim Hersteller in Neuss abgeholt wurde, reicht der Bulli allerdings nicht aus. "Dafür brauchen wir einen Lkw", sagt Conti Mica. Und anschließend acht Helfer, um die Kamelle umzupacken.

(RP)