Zwei Konzerte: Genesis steht kurz vor den Toren

Zwei Konzerte : Genesis steht kurz vor den Toren

Wenn die britische Kultband Genesis mit ihrer "Turn it on again"-Tour morgen und übermorgen in der ausverkauften LTU-Arena Station macht, wird der Aufwand ungleich größer sein als vor anderthalb Jahren. Damals absolvierte Frontmann Phil Collins zwei Konzerte anselber Stelle - und die gesamte Bühnentechnik passte in eine einzige Antonov-Transportmaschine. Nun jedoch ist die Gruppe um Collins, Tony Banks und Mike Rutherford zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder gemeinsam auf Tournee - keine Frage, dass die Superlative dabei nur so purzeln.

Die Band, die seit 1967 in wechselnder Besetzung besteht, reist seit dem Tourstart in Helsinki vor zwei Wochen mit 2000 Tonnen Ausrüstung durch Europa, verteilt auf 102 Lastwagen und zwölf Busse für die Crew. Darunter befinden sich allein drei identische Bühnen, da der dichte Tourneeplan andernfalls nicht einzuhalten wäre - Genesis spielen binnen 41 Tagen 22 Konzerte mit insgesamt 55 Stunden Musik. Die Beleuchtungsanlage ist beinahe 30 Meter hoch. Zwei der bekanntesten Show-Designer - Licht-Experte Patrick Woodroffe und Bühnenbauer Mark Fisher - zeichnen für die Bühnenshow verantwortlich. Sie haben die mit 63 Metern breiteste Videoleinwand geschaffen, die jemals auf einer Genesis-Tour eingesetzt wurde. "Der Aufbau begann schon am Donnerstag", sagt Arena-Sprecher Rainer Schüler. "Der Hauptteil der Arbeit findet heute statt."

374 Menschen tummeln sich im Tour-Tross der Band. Darunter befinden sich allein 144 Lkw-Fahrer, zehn Pyrotechniker und 16 Caterer, die während der Tournee 20000 Mahlzeiten zubereiten werden. Schließlich sind auch fünf Bandmitglieder mit "on the road" - neben den erwähnten Genesis-Urgesteinen auch dielangjährigen Mitstreiter Chester Thompson und Daryl Stuermer. Kurz nach Verkaufsstart im November waren die 45000 Karten für das Dienstags-Konzert vergriffen - prompt wurde ein Zusatz-Gig für Mittwoch organisiert. Düsseldorf ist somit die einzige Spielstätte auf der Europa-Tournee von Genesis, die die Band gleich zwei Mal beehrt. Im September und Oktober folgt eine US-Tournee, insgesamt spielt die Band auf ihrer Tour vor zwei Millionen Menschen. Und wo nächtigen sie in Düsseldorf? "Bei uns nicht", sagt Jörg T. Böckeler, General Manager des Interconti, wo Superstars - zuletzt Robbie Williams - gerne absteigen. "Bei uns auch nicht", so Margarete Gänzler vom Steigenberger. Dort nächtigte Phil Collins 2005.

(RP)
Mehr von RP ONLINE