Leichtathletik: Viel Verkehr bei Brücken-Lauf

Leichtathletik : Viel Verkehr bei Brücken-Lauf

Mehr als 2500 Teilnehmer machten beim Leichtathletik-Spektakel mit. Den Hauptlauf über zehn Kilometer gewann Sascha Dee - bei den Damen kam Stefanie Buss als Erste ins Ziel.

Nummer 1724 beim 15. Brückenlauf hat es eilig. Unmittelbar vor dem Startschuss zum Hauptlauf über zehn Kilometer wird die Teilnehmerin von einem menschlichen Bedürfnis heimgesucht. Da die Dame als Walkerin ohnehin erst am Ende des Feldes antreten muss, besteht wenig Grund zur Hektik. Als sie kurze Zeit später wieder auf der Bildfläche erscheint, gerät sie allerdings doch ein wenig in Eile. Das Feld hat sich schon in Bewegung gesetzt, die ersten Läufer sind schon auf der Kniebrücke. Und auch die Walking-Gruppe ist bereits auf der Strecke. Wenngleich nur ein paar Meter. Nummer 1724 nimmt die Verfolgung auf.

Da ist Paula schon wesentlich routinierter. Der Jack-Russel-Terrier nimmt es gelassen, als Frauchen (Startnummer 684) ihn mit dem Startschuss an seine Eltern weiterreicht. Beim Rennen über die Brücken ist er nicht an der kurzen Leine dabei. Immerhin machten die äußeren Bedingungen die Wartezeit mehr als erträglich. 22 Grad, wechselnde Bewölkung - in Fachkreisen wurde von idealen Bedingungen beim Lauf-Fest gesprochen.

Artur Knap aus Gerresheim ist der älteste Starter bei der diesjährigen Auflage des Brückenlaufes. Der ehemalige Ringer war schon Tage vor dem Lauf zu Hause so nervös, dass seine Frau froh war, als es endlich los ging. Dass er schon für die ersten fünf Kilometer fast zwanzig Minuten mehr brauchte als die Spitzenläufer, tat seiner Begeisterung für die Distanz über 10000 Meter keinen Abbruch. Begeistert ist auch die sechsjährige Cimberly Dreistirn. Und zwar über ihren fünf Jahre älteren Bruder Nicolas. Der Schüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums in Leverkusen hat am frühen Morgen bereits zum dritten Mal in Folge den Lauf seiner Altersgruppe gewonnen. Dieses Mal liegt der für Bayer Leverkusen startende Junge beim Lauf der B-Jugend über 1700 Meter im Ziel ein beträchtliches Stück vor seinen Rivalen. Einzig Alissa Lindenberg vom SFD 75 war ihm ganz dicht auf den Fersen.

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Mit ihrem vierten Platz kann sich Alissa gegen den Großteil der männlichen Konkurrenz behaupten. Sicherlich ein Vorbild für Cimberly. Die will im nächsten Jahr auch in Düsseldorf starten. "Ich darf ab und zu mit Nicolas trainieren und habe auch schon drei Pokale gewonnen", erklärt sie. In diesem Jahr hat sie schon eine tragende Rolle - schließlich ist sie in diesem Jahr die offizielle Pokal-Trägerin ihres Bruders.

(RP)
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