Dormagen: Gohrer Politiker gegen Konverter

Dormagen: Gohrer Politiker gegen Konverter

Die Suche nach einem geeigneten Standort für den geplanten Stromkonverter des Netzbetreibers Amprion geht weiter. Die Vertreter des Unternehmens haben jetzt zahlreiche Gespräche mit den Bürgermeistern im Rhein-Kreis Neuss geführt, um weitere Informationen zu erhalten.

Nach der Vorstellung von 19 möglichen Standorten - davon einer in Gohr/Rommerskirchen und einer bei Evinghoven im engeren Kreis der als besonders geeignet Eingestuften - hatte es harte Kritik aus den Rathäusern an den fehlerhaften und zum Teil nicht nachvollziehbaren Kriterien für die Standortbestimmung gegeben. So hatten auch die Räte der Stadt Dormagen und der Gemeinde Rommerskirchen einstimmig eine Resolution gegen den Konverter verabschiedet (die NGZ berichtete). Ein 20. Standort in Kaarst, für den jedoch der Regionalplan geändert werden müsste, kam hinzu.

In einer gemeinsamen Erklärung des CDU-Ortsverbandes Gohr, des SPD-Ortsvereins Straberg/Gohr, des Zentrums aus Gohr und Bündnis 90/Die Grünen aus Gohr begrüßen die Politiker zwar die Resolution des Stadtrates, weisen aber auf große Belastungen von Gohr und Broich, unter anderem über die Grundwasserschutz-Investitionen, hin. Sie bemängeln, dass ihr Wunsch nach weiterer Wohnbebauung abgelehnt wurde, was den Fortbestand des Ortes bedrohe. Der Konverter würde eine "negative Stimmung" erzeugen und Gohr unattraktiv machen. Die Gohrer Politiker sind überzeugt, "dass im Rhein-Kreis kaum eine andere Ortschaft in der Vergangenheit so viele unterschiedliche und schwerwiegende Belastungen hat hinnehmen müssen wie Gohr und Broich".

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Am 26. August beginnt um 19.30 Uhr im Landgasthaus Gohr eine Bürgerversammlung zum Stromkonverter.

(cw-)
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