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Polizei: Radfahrer sprüht Spaziergängern Flüssigkeit ins Gesicht

Polizei fahndet nach dem Täter : Radfahrer sprüht Leuten Flüssigkeit ins Gesicht

Ein bislang noch unbekannter Mann versprühte im Vorbeifahren eine Substanz. Ein Opfer klagte danach über ein Brennen im Gesicht und ein Kratzen im Hals.

Innerhalb weniger Minuten hat ein Fahrradfahrer am Mittwochnachmittag im Bereich des Wohnungswalds drei Spaziergänger attackiert, indem er sie mit einer unbekannten Flüssigkeit besprühte. Die erste Tat geschah gegen 15.30 Uhr. Ein 60 Jahre alter Dinslakener war mit seiner Ehefrau auf der Dinslakener Straße in Möllen spazieren gegangen, als ihnen ein Radfahrer entgegenkam. Das war im Wohnungswald, das Paar war in Richtung Nibelungenstraße unterwegs. Kurz bevor der Unbekannte an ihm vorbei fuhr, hob er eine Sprühflasche und sprühte dem 60-Jährigen unvermittelt eine flüssige Substanz ins Gesicht.

Das nächste Opfer war um 15.40 Uhr ein 60-jähriger Mann auf der Hauerlandstraße, die dritte Attacke traf um 15.45 Uhr eine 63-jährige Voerderin auf dem Peersbuschweg. „Der ist da einfach rumgefahren, durch den Wohnungswald und die Straßen“, sagt Polizeisprecherin Andrea Margraf. Der zuerst attackierte Dinslakener und die Frau beschrieben, dass sie durch die Flüssigkeit ein Brennen auf der Haut verspürt hätten, der Mann berichtete zudem von einem Kratzen im Hals. Der um 15.40 Uhr angegriffene 60-Jährige hatte ein gerötetes Auge.

„Alle wollten später selbstständig einen Arzt aufsuchen“, so Margraf. Mit was für einer Substanz man es zu tun haben könnte, dazu gibt es bisher keinen begründeten Verdacht. „Die Kollegen haben bei einem Herrn ein Oberhemd sichergestellt. Das wird kriminaltechnisch untersucht.“

Die attackierten Männer und die Frau gaben eine übereinstimmende Personenbeschreibung des Täters ab. Demnach ist der Radfahrer 22 bis 30 Jahre alt. Er hat blonde, schulterlange, wellige Haare. Am Mittwoch trug er zur Tatzeit ein weißes T-Shirt, eine graue Hose und einen gräulichen Rucksack. Er war mit einem schwarzen Herrenrad unterwegs. Wie seine Sprühflasche aussah, ist ebenfalls bekannt, es wird aber von der Polizei als „Täterwissen“ betrachtet und deshalb nicht verraten.

Die Kriminalpolizei bittet nun Zeugen, sich bei der Wache in Dinslaken zu melden. Die Telefonnummer ist 02064 6220.

(RP)