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NRW: Terminbuchung für Impfzentren ab Samstag für alle freigegeben

54,4 Prozent bereits geimpft : Termine in Impfzentren ab Samstag für jeden in NRW

Jeder in NRW kann ab Samstag einen Impftermin in einem Impfzentrum vereinbaren. Bisher bestand das Angebot in den Impfzentren nur für die priorisierten Personen- und Berufsgruppen. Daneben impfen auch die Haus-, Fach- und Betriebsärzte gegen Corona.


Die Terminvergabe für die Impfzentren wird in Nordrhein-Westfalen für alle Impfwilligen freigegeben: Ab Samstag kann jeder einen Termin in einem der landesweit 53 Zentren buchen, kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an. Bisher war die Terminvergabe für eine Spritze in einem Impfzentrum an bestimmte Alters- oder Berufsgruppen gebunden. Daneben impfen auch viele Haus-, Fach- und Betriebsärzte gegen Corona, die jeweils eine eigene Terminvergabe eingerichtet haben.

Laumann sagte, dass man - „wenn der Himmel über uns nicht zusammen bricht“ - bis Ende Juli jedem in NRW ein Impfangebot werde machen können. Dies setze die prognostizierten Liefermengen für Impfstoff voraus.

Die Corona-Impfungen hatten Ende Dezember begonnen. Zunächst sollten die besonders gefährdeten Menschen geschützt werden. Mobile Teams fuhren in die Altenheime. In den Krankenhäusern ging es zunächst um das Personal, das besonderen Risiken ausgesetzt ist. Die Impfzentren waren bereits seit Mitte Dezember einsatzbereit. Sie starteten wegen begrenzter Impfstoffmengen aber erst am 8. Februar. Zuerst waren dort die über 80 Jahre alten Menschen an der Reihe, die zu Hause leben.

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In den Impfzentren waren in den vergangenen Wochen keine Termine für Erstimpfungen mangels ausreichender Impfstoffmengen möglich. Die Zweitimpfungen standen im Fokus. Seit Mittwoch können zwar wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren vereinbart werden. Das Angebot blieb nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW zunächst noch Menschen über 60 Jahre und Vorerkrankten vorbehalten. Es galt auch für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Mitarbeiter von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Die Impfzentren in der jetzigen Form werden nach Einschätzung von Laumann nur noch bis Ende September gebraucht. Für die Zeit danach sollen die Kreise und kreisfreien Städte in NRW Strukturen aufbauen, um neben den Haus- und Betriebsärzten impfen zu können, hatte er am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages erklärt. So sollen Koordinationsstellen die Bestellung von Impfdosen übernehmen.

Die Termine für Corona-Schutzimpfungen in den Impfzentren können nach der bisherigen Regelung über das Internet oder telefonisch vereinbart werden. Beim Start der Terminvergabe gab es einen großen Andrang.

Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag sind bisher 9,77 Millionen Menschen in NRW mindestens einmal geimpft. Das entspricht 54,4 Prozent der Bevölkerung. Vollständig geimpft sind laut den Daten des RKI 35,7 Prozent der Bevölkerung in NRW.

Die Anmeldung läuft über die Portale der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) online unter www.116117.de sowie telefonisch über die Rufnummer 0800 116117 01 (Rheinland) und 0800 116117-02 (Westfalen-Lippe).

(bsch/dpa)