Horror-Haus von Höxter: Anklage gegen weitere mutmaßliche Drogendealer

"Horror-Haus" von Höxter: Anklage gegen weitere mutmaßliche Drogendealer

Im sogenannten "Horror"-Haus von Höxter war eine Cannabisplantage versteckt. Nun hat die Staatsanwaltschaft deswegen zwei weitere Männer angeklagt - einen 42-jährigen Niederländer und einen 26 Jahre alten Deutschen. In dem Haus sollen jahrelang Frauen misshandelt worden sein.

Die Zahl der wegen der Drogenplantage Angeschuldigten erhöhe sich damit auf fünf, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Alle fünf Beschuldigten säßen in Untersuchungshaft.

Die Drogenplantage war im Herbst vergangenen Jahres entdeckt worden, 38 Kilogramm Marihuana wurden gefunden. Einer der Beschuldigten ist ein Schotte, der das "Horrorhaus" nach der Verhaftung der ehemaligen Bewohner gekauft hatte. In dem Haus sollen die Beschuldigten seit dem Frühjahr 2017 Drogen angebaut haben. Nach früheren Schätzungen von Polizei und Staatsanwaltschaft hatten die beschlagnahmten Pflanzen einen Wert von etwa 200.000 Euro.

  • Wert von 200.000 Euro : Im "Horror-Haus" von Höxter waren 38 Kilo Marihuana

Der Drogenfund und das Strafverfahren steht nicht im Zusammenhang mit dem Verfahren um die jahrelange Misshandlung und den Tod von zwei Frauen in dem Haus. Dort hatten zuvor Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika W. gelebt, die vor dem Landgericht Paderborn wegen Mordes durch Unterlassen stehen. Insgesamt hatte die Polizei nach dem Auffliegen der Cannabisplantage im September 2017 zwölf Verdächtige festgenommen.

(lsa)