Weihnachtsgeschenke verpacken: Umweltfreundliche Tipps und Ideen

Tipps, Ideen und Trends 2018: So verpacken Sie Ihre Weihnachtsgeschenke umweltschonend

Spätestens, wenn es auf Heiligabend zugeht, stellt sich für viele die Frage: Wie verpacke ich die Geschenke für meine Lieben? Wir geben Tipps, wie die Verpackung gelingt, ohne die Umwelt zu belasten.

Kein Weihnachten ohne Geschenke. Und keine Geschenke ohne Verpackung. Der Grund dafür ist ganz einfach: „Eine Verpackung steigert die Vorfreude des Beschenkten und erhöht den Überraschungseffekt beim Auspacken. Sie gibt einem Geschenk eine persönliche Note und verleiht ihm das gewisse Etwas“, sagt Gisela Jelinek, Geschenke-Expertin und Mitarbeiterin im Bereich Visual Merchandising im Kaufhaus Oberpollinger in München.

Für Weihnachten 2018 gibt es einen Farbtrend: Silber oder Weiß sind nach Ansicht des Verbandes Deutscher Papierfabriken aktuell modern. Als Kontrast dazu bietet sich neben Schwarz Petrol, Rauchblau und Dunkelgrün an – auch als Aufdruck. Auf Papier werde oftmals aufgegriffen, was auch bei den Dekorationen beliebte Formen sind. Aktuell: elegant wirkende Diamanten, Kränze, Kugeln und Sterne. Erhalten bleiben aber auch die Farbklassiker Rot, Grün und Gold.

Die Deutsche Umwelthilfe empfiehlt jedoch, auf glitzerndes Papier zu verzichten. „Der Herstellungsaufwand für Glitzerpapier ist enorm hoch“, erläutert Philipp Sommer, stellvertretender Leiter für den Bereich Kreislaufwirtschaft. „Es enthält oft Aluminium, das so dünn ist, dass es sich nicht mehr sauber trennen und recyceln lässt.“

Das gilt auch für Papier, das mit Folie überzogen ist: „Beschichtetes Geschenkpapier kann praktisch nicht recycelt werden: Das Papier und die Folie verschmelzen beim Recyclingprozess“, erklärt Sommer. „Das Material landet daher am Ende meist in der Müllverbrennungsanlage.“ Sein Tipp: „Um Abfall zu vermeiden, verwendet man am besten Papier, das bereits im Haushalt vorhanden ist.“

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Wem Zeitungsseiten nicht festlich genug sind oder wer kein Geschenkpapier mehr aus den Vorjahren zur Hand hat, kann zum Verpacken auch große Kalenderblätter oder alte Stadtpläne verwenden. Bei neuem Papier greift man am besten zu Bögen, die mit dem Label Der Blaue Engel gekennzeichnet sind. „Das Umweltzeichen zeigt an, dass 100 Prozent Recyclingpapier verwendet wird und keine gefährlichen Chemikalien enthalten sind“, so Sommer.

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Das Verpacken - das ist für manchen so eine Sache. Statt schick und schön wirken Pakete mitunter eher schief, krumm und tragen Falten. Jelineks Tipp dazu: Die Stärke des Papiers ist entscheidend dafür, dass die Geschenke formschön werden. „Das Papier für Kartonagen sollte am besten etwas stabiler sein. Um saubere, glatte Kanten und Umrisse zu erzielen, eignet sich festes Material. Zu dünnes Papier reißt schnell oder verknittert.“

Ist der Karton des einzupackenden Produktes nicht quadratisch oder rechteckig, empfiehlt die Verpackungsexpertin, dieses besser in passende Kartonagen, Stoff sowie Papier- oder Stofftaschen zu stecken. Ist der Produktkarton nicht stabil oder es gibt keinen und die Präsente sind weich wie zum Beispiel bei Socken oder Tücher, dann rät Jelinek, diese in Seidenpapier einzuschlagen. Darüber erst kommt dann stabiles Geschenkpapier. Das verhindert, dass der Beschenkte, das noch verpackte Präsent schon erfühlt - „so ist auch der Überraschungseffekt größer“, ist Jelinek überzeugt.

Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe greift gerne eine japanische Tradition auf. Dort werden Geschenke in einem Furoshiki eingepackt, einem Multifunktionstuch, das sich auch als Tasche verwenden lässt. „Das Geschenktuch kann man immer wieder verwenden und hebt sich optisch von anderen Geschenken ab.“ Weiterer Vorteil: Das Tuch lässt sich verknoten und kommt damit ohne Klebeband aus.

Die Furoshiki-Tradition aus Japan zeigt: Auch mit Tüchern lassen sich Geschenke verpacken. Foto: dpa-tmn/Andrea Warnecke

Als Dekoration des Geschenks bieten sich neben selbstgebastelten Anhängern oder Federn saisonal passend natürlich Weihnachtskugeln, Strohsterne und Lebkuchenherzen an. „Die Dekoration ist ja sozusagen die Handschrift des Verschenkenden“, erklärt Jelinek. „Besonders schön ist, wenn man die Deko am Geschenk danach für die eigene Weihnachtsdekoration weiterverwenden kann.“ Die Deutsche Umwelthilfe empfiehlt, hierfür möglichst auf natürliche Materialien zurückzugreifen und beispielsweise statt Anhängern aus Plastik lieber Tannenzapfen oder Zweige zu verwenden.

(hebu/dpa)
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