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Fotografiepreis Prix Pictet: Wie der Mensch den Planeten verändert

Fotografiepreis Prix Pictet : Wie der Mensch den Planeten verändert

Düsseldorf (RPO). Immer mehr Menschen bevölkern die Erde, Städte breiten sich rasant aus, der Hunger nach Energie steigt unaufhörlich. Wir verändern unseren Planeten mit zunehmender Geschwindigkeit. Der Fotografiepreis Prix Pictet hat sich diesem Thema unter dem Oberbegriff "Wachstum" gewidmet. Zu sehen sind Bilder, die zum Nachdenken anregen.

Ein verwesendes Albatrosjungtier auf der Pazifikinsel Midway, eine Pipeline in der Wildnis Kandas und junge Ghanaer, die Elektroschrott auseinandernehmen: Die Einreichungen zum dritten Prix Pictet sind vielfältig. Eines eint die sehenswerten Bilder von Fotografen rund um den Globus: Sie widmen sich dem Thema Wachstum, das die Jury für den Fotografiepreis mit dem Fokus Nachhaltigkeit vorgegeben hat.

Dabei ist Wachstum als Segen und ein Fluch zugleich, als eine der großen Herausforderungen für die Menschheit zu verstehen. Angefangen bei der rasanten Expansion der Städte mit ihrer Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen bis hin zum unaufhaltsamen Bevölkerungswachstum und der Notwendigkeit, alle zu ernähren. Während Wachstum jedoch in die Umweltkatastrophe zu führen droht, verbessert es auch Gesundheit und Lebensstandards von Abermillionen weltweit.

Zwölf Fotografen hat die Jury in die engere Auswahl gefasst, am Ende entschied man sich für die Serie "American Power" von Mitch Epstein. Seine Arbeitenbefassen sich mit der launenhaften Beziehung zwischen der Konsumgesellschaft in den USA und den Folgen ungezügelten Konsums.

Kofi Annan sagte anlässlich der Preisübergabe in Paris: "Diese Ausstellung kann man nicht betrachten, ohne zutiefst bewegt, ja entrüstet zu sein. So düster auch die Botschaft ist, macht uns doch die Schöpfungskraft und der Scharfsinn dieser Künstler Hoffnung, dass wir, die Menschheit, Antworten auf diese Herausforderungen finden, beschließen und umsetzen können."

(ndi/rm)