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Hagen: Douglas-Eigner wollen die Kleinaktionäre rausdrängen

Hagen : Douglas-Eigner wollen die Kleinaktionäre rausdrängen

Konzern kündigt "angemessene Barabfindung" an.

Kurz nach der Übernahme von mehr als 90 Prozent der Anteile will der Finanzinvestor Advent den Handelskonzern Douglas von der Börse nehmen. Gemeinsam mit der Gründerfamilie Kreke kontrolliert Advent über die Gesellschaft "Beauty Holding Three" mehr als 96 Prozent der Douglas-Anteile, und das reicht, um die verbliebenen Kleinaktionäre im so genannten "Squeeze-out" aus dem Unternehmen herauszudrängen. Die Entscheidung soll im Mai fallen.

Douglas teilte mit, dass die Anteilseigner, die das Beauty-Holding-Three-Angebot nicht angenommen haben, dafür noch bis zum 20. März Zeit haben. Sie erhalten 38 Euro je Aktie. Wer nicht verkauft, wird eine "angemessene Barabfindung" bekommen. Wie viel angemessen sein soll, verriet die Führung nicht. Gestern Nachmittag kostete die Douglas-Aktie 38,29 Euro.

Dass Advent Douglas von der Börse nehmen würde, war seit längerer Zeit erwartet worden. "Angesichts der hohen Annahmequote von über 95 Prozent ist ein Squeeze-Out der nächste logische Schritt für die Partnerschaft mit der Douglas Holding und der Familie Kreke", erklärte Ranjan Sen, Geschäftsführer der Advent International GmbH in Frankfurt. Der Konzern ist durch die gleichnamigen Parfümerien, den Süßwarenhändler Hussel, die Buchkette Thalia und den Schmuckhändler Christ in Deutschland sehr bekannt. Douglas und Christ sollen ausgebaut werden. Dagegen sind bei Thalia, das vor allem unter der Amazon-Konkurrenz leidet, bereits Filialen geschlossen worden. Der Umbau geht weiter.

(gw)