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Corona-Pandemie in Deutschland: Umsätze im Gastgewerbe sinken wieder

Umsätze sinken wieder : Corona-Einschränkungen bremsen Erholung im Gastgewerbe

Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass sich Gastwirte und Hoteliers im April über weniger Erlöse als noch im März freuen durften. Dafür verantwortlich wird unter anderem auch die Bundesnotbremse genannt.

Dämpfer für Deutschlands Gastwirte und Hoteliers: Nach der zaghaften Erholung in den Vormonaten sanken die Umsätze im April wieder. Das Gastgewerbe verbuchte preisbereinigt 6,3 Prozent weniger Erlöse als im März des laufenden Jahres. In nominaler Betrachtung gab es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 6,5 Prozent.

„Ursächlich für den Rückgang dürften die ‚Bundesnotbremse’ und das Beherbergungsverbot zu touristischen Zwecken, auch über Ostern, sein“, erklärten die Wiesbadener Statistiker am Freitag. Bund und Länder hatten im April bundeseinheitliche Regeln bei hohen Corona-Infektionszahlen in Kraft gesetzt. Diese „Bundesnotbremse“ im Infektionsschutzgesetz ist längstens bis zum 30. Juni befristet.

Hotels und Pensionen verzeichneten nach Angaben des Bundesamtes binnen Monatsfrist einen Umsatzeinbruch um 10,8 Prozent. Auch die Gastronomie sei im April „durch die weitreichenden Corona-Schutzmaßnahmen ausgebremst“ worden: Der reale Umsatz fiel im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent.

Im Vergleich zum April 2020, dem ersten voll von der Pandemie in Deutschland betroffenen Monat, lagen die Umsätze im Gastgewerbe real um 24,2 Prozent und nominal um 27,9 Prozent höher. Die Branche ist jedoch weiterhin weit entfernt vom Vorkrisenniveau: Die Umsätze im April blieben real um 68,9 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

(jlu/dpa)