Zeitumstellung: Aktuelle News und Infos zur Sommer- und Winterzeit

Zeitumstellung: Aktuelle News und Infos zur Sommer- und Winterzeit

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Zeitumstellung

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Zeitumstellung – Was bedeutet das?

Zeitumstellung ist die Bezeichnung für die Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit. Sie findet zweimal im Jahr statt: Am letzten Sonntag im März beginnt die Sommerzeit. Die Uhr wird dann eine Stunde vorgestellt. Damit das den Tagesablauf nicht zu stark stört, findet die Umstellung nachts von 2 auf 3 Uhr statt. Im Oktober wird die Uhr dann wieder zurückgestellt, und die Winterzeit beginnt: Am letzten Sonntag in dem Monat drehen sich die Zeiger von 3 Uhr auf 2 Uhr zurück.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung auf Sommer- und Winterzeit soll es den Menschen ermöglichen, möglichst viel Tageslicht nutzen zu können und dadurch Energie zu sparen. Denn im Sommer sind die Tage länger, die Sonne geht früher auf und später unter, während im Winter die Tage kürzer werden.

Ein Beispiel: Am 12. Dezember 2020 geht die Sonne in Düsseldorf um 8.25 Uhr auf und um 16.26 Uhr unter - nach Winterzeit. Gäbe es die Zeitumstellung nicht, würde die Sonne erst um 9.25 Uhr auf- und um 17.26 Uhr untergehen. Morgens müsste das Licht also noch länger eingeschaltet bleiben.

Und noch ein Beispiel: Am 12. Juni 2021 wird die Sonne – nach Sommerzeit – um 5.17 Uhr auf-, und um 21.49 Uhr untergehen. Würde die Uhr nicht auf Sommerzeit umgestellt werden, wären es 4.17 Uhr und 20.49 Uhr. Die Sonnenstrahlen würden also vermutlich dafür sorgen, dass einige Menschen früher als gewohnt aufwachen. Abends würde mehr Strom für Beleuchtung gebraucht werden.

Was ist die Normalzeit ohne Zeitumstellung?

Die Normalzeit ist die Winterzeit. Vor der Zeitumstellung gab es eine dauerhafte Winterzeit, die schließlich um die Sommerzeit ergänzt wurde. Auch, wenn bereits vor mehr als 100 Jahren zum ersten Mal eine Sommerzeit eingeführt wurde, sollte es doch dauern, bis sie dauerhaft angewandt wurde.

Wird bei der Zeitumstellung auf Sommerzeit/Winterzeit die Uhr vor- oder zurückgestellt?

Vor oder doch zurück? Eine Stunde gewinnen oder eine verlieren? Da die Zeitumstellung nur zweimal im Jahr stattfindet, verlieren viele den Überblick. Wir verraten Ihnen die Lösung:

Sommerzeit: Die Uhr wird am letzten Sonntag im März nachts um eine Stunde vorgestellt, von 2 Uhr auf 3 Uhr. Das bedeutet, dass eine Stunde verlorengeht, man eine Stunde weniger zum Schlafen hat. Es bedeutet außerdem, dass man morgens eine Stunde früher aufstehen muss als noch in der Winterzeit.

Winterzeit: Die Uhr wird am letzten Sonntag im Oktober nachts eine Stunde zurückgestellt, von 3 Uhr auf 2 Uhr. Das bedeutet, dass man in dieser Nacht eine Stunde mehr hat, und dass man morgens auch eine Stunde länger schlafen kann.

Wie kann man sich die Zeitumstellung merken?

Es gibt verschiedene Eselsbrücken, die es erleichtern, sich zu merken, welche Umstellung an der Reihe ist, und ob die Uhr vor- oder zurückgestellt werden muss.

Thermometer: Im Sommer sind die Temperaturen im Plus-Bereich, die Uhr bekommt auch ein einstündiges Plus. Im Winter gehen die Temperaturen zurück, so wie auch die Uhrzeit.

Jahreszeiten: Der Frühling kommt vor dem Herbst, deshalb wird die Uhr vorgestellt.

Sommer: Die Uhrzeit wendet sich immer zum Sommer hin, also im Frühling eine Stunde vor, im Herbst eine zurück.

Englisch: Die Briten haben es sogar noch leichter mit Merksätzen. „Spring forward, fall back“ bedeutet auf Deutsch einerseits „Springe vor, falle zurück“ und andererseits „Frühling vor, Herbst zurück“.

Wer hat die Zeitumstellung erfunden?

Während der amerikanische Wissenschaftler und Erfinder des Blitzableiters Benjamin Franklin 1784 noch die Idee propagierte, den Schlafrhythmus ans Tageslicht anzupassen, kam Ende des 19. Jahrhunderts das erste Mal die Idee einer jahreszeitenabhängigen Verschiebung der Uhrzeit auf. Als Erfinder der Sommerzeit gilt heute der Brite William Willet, der 1907 die Schrift „The Waste of Daylight“ herausbrachte.

Er plädierte darin dafür, die Uhren im Sommer um 80 Minuten vorzustellen. Das sollte nach und nach geschehen: Er schlug vor, die Uhr an vier aufeinanderfolgenden Sonntagen im April für jeweils 20 Minuten vorzustellen und im September vier Sonntage zu nutzen, um sie nach und nach wieder zurückzustellen. Er begann Kampagnen für die Zeitumstellung zu starten und gewann mit der Zeit hochkarätige Anhänger. Der junge Winston Churchill beispielsweise unterstützte ihn, trotzdem konnte er keinen Erfolg verbuchen. Die Hürden schienen einfach zu hoch, zum Beispiel beim Bahnverkehr zwischen unterschiedlichen Ländern. Willet starb 1915 an der Grippe, ein Jahr, bevor seine Ideen tatsächlich zum ersten Mal umgesetzt wurden.

Die erste Zeitumstellung wurde 1916 im Deutschen Reich und Österreich-Ungarn eingeführt. Grund war der Erste Weltkrieg, durch die Einführung einer Sommerzeit sollte Energie eingespart werden. Andere Länder zogen nach, einschließlich Großbritannien und Frankreich. Aber schon damals war die Sommerzeit nicht unumstritten, weshalb Deutschland sowie viele andere Länder sie nach dem Krieg wieder abschafften. Einzig Großbritannien hielt an der Zeitumstellung fest. Auch, wenn es schien, als sei die Sommerzeit kein Erfolgsmodell, gab es doch mehrere Länder, die immer mal wieder damit experimentierten.

Deutschland führte als Folge des Zweiten Weltkriegs 1940 erneut die Sommerzeit ein und setzte 1947 sogar noch einen drauf: die doppelte Sommerzeit. Die Uhr wurde um zwei Stunden von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt. Ein Erfolg war das keineswegs: Sieben Wochen nach der Einführung wurde die doppelte Sommerzeit schon wieder abgeschafft. Bis 1949 blieb die Sommerzeit bestehen, danach war wieder Schluss - mehr als 30 Jahre lang.

Beschlossen wurde die Zeitumstellung, so wie wir sie in ihrer heutigen Form kennen, in Deutschland im Jahr 1978. Zwei Jahre später, im Jahr 1980, wurde sie eingeführt. Durch die Zeitumstellung sollte Strom gespart werden, um so wenigstens teilweise die Folgen der Ölkrise von 1973 zu mildern. Außerdem passte sich Deutschland so an seine Nachbarn an, die bereits 1977 als Folge der Ölkrise die Sommerzeit eingeführt hatten.

Dass es in Deutschland länger dauerte, war auch eine Folge der Teilung des Landes. Bundesrepublik und DDR mussten sich erst einigen, um zu verhindern, dass Berlin nicht nur durch eine Mauer, sondern auch durch verschiedene Zeitzonen getrennt war.

Ganz Deutschland stellte sich 1980 dann allerdings doch nicht auf Sommerzeit um: In der baden-württembergischen Gemeinde Büsingen am Hochrhein sollte es bis 1981 dauern, bis die Zeitumstellung griff. Der Grund: Die Gemeinde ist eine Exklave und vollständig von Schweizer Staatsgebiet umgeben. Sie ist die einzige ihrer Art und führte die Sommerzeit erst 1981 gemeinsam mit der Schweiz ein.

Was ist aus der Abschaffung der Zeitumstellung geworden?

Eigentlich hatte sich die EU-Kommission bereits 2018 darauf geeinigt, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte. Das Europaparlament sprach sich für eine Umstellung auf Normalzeit im Jahr 2021 aus. Ob die Abschaffung der Zeitumstellung dann wirklich kommt, ist aber nach wie vor alles andere als sicher. Aufgegeben hat die Pläne niemand, aber Europa hat derzeit wichtigere Probleme, zum Beispiel den Brexit und die Corona-Pandemie, sodass wenig Zeit für die Planung der Abschaffung der Zeitumstellung bleibt. Und die soll – darin ist sich die EU einig – einheitlich für alle EU-Mitgliedsländer sein.

Zum Hintergrund: Auch nach 40 Jahren ist die Umstellung auf Sommerzeit und Winterzeit immer noch umstritten. Niemand scheint es so wirklich zu mögen, wenn der Schlafrhythmus durcheinander gebracht wird. Die Forderung nach einer Abschaffung der Sommerzeit gibt es also schon, seit es die Sommerzeit gibt. Und wie die Geschichte der Zeitumstellung zeigt, gab es auch immer mal wieder Zeiten, in denen es nur eine Normalzeit gab, und Zeiten, in denen ein halbes Jahr Sommerzeit und ein halbes Jahr Winterzeit herrschten.

In der EU wurde 2018 beschlossen, sich mit der Regelung zur Sommerzeit auseinanderzusetzen. Die EU-Kommission wurde gebeten, unter Umständen eine Überarbeitung vorzuschlagen. So kam es, dass im Sommer die EU-Bürger aufgerufen wurden, online darüber abzustimmen, ob sie die Sommer- und Winterzeit beibehalten wollten. Die Resonanz auf das vermeintliche Aufreger-Thema war überraschend gering. Mehr als 500 Millionen EU-Bürger hatten die Möglichkeit, abzustimmen. Es gingen rund 4,6 Millionen Antworten ein. Dabei zeigt sich, dass innerhalb der EU besonders die Deutschen daran interessiert sind, die Zeitumstellung abzuschaffen. Gut drei Millionen der Stimmen kamen aus dem Land, das 1916 erstmals die Zeitumstellung eingeführt hatte.

Das Ergebnis war klar: Mehr als 80 Prozent stimmten für die Abschaffung von Sommer- und Winterzeit und für eine das ganze Jahr über geltende Normalzeit. Klingt aussagekräftig, ist es aber nicht. Denn da weniger als ein Prozent der EU-Bürger seine Stimme abgab, ist die Umfrage nicht repräsentativ. Trotzdem beschloss die EU-Kommission, sich von Sommerzeit und Winterzeit zu verabschieden.

Wann genau das der Fall sein wird, ist heute allerdings unklar. Denn zunächst müssen organisatorische Fragen aus der Welt geschafft werden: Soll die dauerhafte Normalzeit europaweit der Sommerzeit entsprechen? Oder soll die Winterzeit nach der Abschaffung der Zeitumstellung die Normalzeit werden? Welche medizinischen Auswirkungen könnte eine dauerhafte Sommerzeit mit sich bringen? Und werden sich alle EU-Mitgliedsstaaten auf ein Modell einigen können? Eigentlich sollten sich EU-Kommission und Mitgliedsstaaten bis April 2020 eine einheitliche Regelung finden. Passiert ist das allerdings nicht.

Warum sollte man die Zeitumstellung abschaffen und warum nicht?

Für beide Varianten - die Beibehaltung der Umstellung der Zeit und ihre Abschaffung - gibt es gute Gründe. Was für die Abschaffung der Zeitumstellung spricht:

1. der menschliche Körper müsste sich nicht zweimal im Jahr an einen neuen Schlafrhythmus anpassen

2. die Logistik die gebraucht wird, um analoge Uhren umzustellen und die Fahrpläne für öffentliche Verkehrsmittel anzupassen, würde wegfallen

3. Tiere in der Landwirtschaft müssten sich nicht mehr umstellen. Milchkühe beispielsweise brauchen etwa eine Woche, um mit den veränderten Melkzeiten umzugehen.

4.Menschen im Nachtdienst müssten nicht mehr bei der Umstellung auf Winterzeit eine Stunde länger arbeiten

Es gibt aber auch gute Gründe, zwei Zeiten beizubehalten und auf eine allgemeingültige Normalzeit zu verzichten. Was gegen die Abschaffung der Zeitumstellung spricht:

1. Der Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit führt dazu, dass Energie eingespart wird. Das Tageslicht kann besser genutzt werden, der Stromverbrauch ist dadurch geringer.

2. Im Winter würde - sollte man bei der Sommerzeit bleiben - die Sonne erst gegen 9 Uhr aufgehen. Viele Arbeitnehmer würden ihre ersten Arbeitsstunden im Dunkeln verbringen. Und auch Schüler würden wahrscheinlich darunter leiden, dass sie nicht nur im Dunkeln zur Schule laufen müssen, sondern auch die erste Stunde Unterricht vor Sonnenaufgang stattfindet.

3. Im Sommer würde - sollte man bei der Winterzeit bleiben - die Sonne bereits zwischen 4 und 5 Uhr morgens aufgehen. Auch das könnte den Schlaf der Menschen stören.

4. Unser System ist mittlerweile auf die Zeitumstellung eingestellt. Sie rückgängig zu machen, wäre ein großer logistischer Aufwand.

Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf die Gesundheit?

Gerade unter der Umstellung auf die Sommerzeit leiden viele Menschen. Es fällt eine Stunde Schlaf weg, und der Wecker klingelt eine Stunde früher als der menschliche Körper es gewohnt ist. Das kann zu Müdigkeit, Unwohlsein und schlechter Laune führen.

Nach Umfragen der Krankenkasse DAK leiden zwischen einem Viertel und knapp einem Drittel der Deutschen unter der Umstellung. 79 Prozent der Betroffenen fühlen sich müde oder schlapp, 62 Prozent haben Schlafprobleme in Folge der geänderten Zeit, 39 Prozent beklagen einen Mangel an Konzentration, und 28 Prozent fühlen sich gereizt.

Skandinavische Wissenschaftler (Imre Jansky und Rickard Ljung) sind sogar auf einen Zusammenhang zwischen der Umstellung auf Sommerzeit und einem erhöhten Herzinfarktrisiko gestoßen, andere Wissenschaftler bekräftigen, dass die Zeitumstellung negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat. Einige behaupten sogar, dass die Zahl der Autounfälle nach der Zeitumstellung steige. In der Liste der ICD-10, die Krankheitsbilder und Gesundheitsprobleme klassifiziert, gibt es sogar ein durch die Zeitumstellung verursachtes Krankheitsbild: die nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie ähnelt dem Jetlag, der zustande kommt, wenn man von einer Zeitzone in eine andere reist.

Bei all den negativen Auswirkungen, die mit der Zeitumstellung in Verbindung gebracht haben, scheint es verwunderlich, dass der Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit noch nicht abgeschafft wurde. Aber es gibt auch kritische Stimmen zu den Studien. Wissenschaftler der Universität Salzburg beispielsweise haben angemerkt, dass die Auswirkungen der Zeitumstellung auf Körper und Psyche zu wenig erforscht seien, um zu irgendwelchen Rückschlüssen zu kommen. Außerdem gibt es da ja noch ein anderes Problem: Welche Auswirkungen der Wegfall der Zeitumstellung haben könnte, ist noch nicht erforscht. Es ist also möglich, dass auch eine einheitliche Normalzeit mit körperlichen und psychischen Problemen einhergehen könnte.

Wie lange dauert es, bis sich der Körper an die Zeitumstellung gewöhnt hat?

Wie lange es dauert, bis sich der Körper an die Umstellung der Uhr auf Sommerzeit oder Winterzeit gewöhnt hat, hängt nicht zuletzt vom Individuum und seinen Gewohnheiten ab. Gewohnheitstiere haben es hier schwerer als Menschen, die öfter flexibel reagieren müssen. Mediziner gehen davon aus, dass es zwischen zwei Tagen und einer Woche dauern kann, bis man sich an den neuen Rhythmus angepasst hat. Dabei gibt es ein paar Tricks, die es dem Körper erleichtern können, mit der neuen Zeit umzugehen:

1. Am Abend vor der Zeitumstellung kann man bereits versuchen, sich auf die neue Uhrzeit einzustellen, indem man etwas früher (Sommerzeit) oder etwas später (Winterzeit) ins Bett geht.

2. Vor der Umstellung auf Winterzeit sollte Abends noch etwas Sonne getankt werden, nach der Umstellung auf Sommerzeit sollte man sich morgens draußen an der Sonne aufhalten.

3. Kräutertees können beim Einschlafen helfen.

4. Ein Mittagsschlaf nach der Zeitumstellung ist kontraproduktiv. Besser ist es, durchzuhalten und mittags eine Ruhepause oder einen Spaziergang zu machen. Auch wer sonst regelmäßig Mittagsschlaf hält, sollte verzichten, bis sich der Körper an den neuen Tagesrhythmus angepasst hat. Danach ist gegen einen Mittagsschlaf nichts einzuwenden.

Babys und Kinder an die Zeitumstellung gewöhnen

Während Erwachsene sich in der Regel nach einer Woche an die Zeitumstellung gewöhnt haben, fällt es Babys und Kleinkindern oft etwas schwerer, sich umzustellen. Die Folge: Die Kinder schlafen schlechter, sind müde und quengeliger. Eltern wird deshalb oft dazu geraten, mit der Zeitumstellung bereits früher zu beginnen, um eine Umstellung in sanften Schritten zu ermöglichen. So kann der Schlafrhythmus über Tage hinweg um zehn Minuten verschoben werden. Ebenfalls empfehlenswert ist leichte Kost am Abend an den ersten Tagen und tagsüber viel frische Luft und Tageslicht. Trotzdem, hat die Krankenkasse DAK herausgefunden, können mehrere Wochen vergehen, bis sich die Kleinen komplett an die Zeitumstellung gewöhnt haben. Eltern brauchen also vor allen Dingen Geduld.

In welchen Ländern gibt es die Zeitumstellung?

In der EU gibt es die gemeinsame europäische Sommerzeit. Auch die Schweiz, der Europäische Wirtschaftsraum (außer Island) und einige andere Länder haben sich der Regelung angeschlossen. Eine Sommerzeit wie die EU haben:

- Albanien

- Andorra

- Bosnien und Herzegowina

- Kosovo

- Libanon

- Moldawien

- Monaco

- Montenegro

- Nordmazedonien

- San Marino

- Schweiz

- Serbien

- Ukraine

- Vatikanstadt

Weitere Länder, die teilweise Sommerzeit haben oder deren Sommerzeit in einen anderen Zeitraum fällt sind:

- Australien

- Bahamas

- Bermuda

- Iran

- Israel

- Kanada

- Kuba

- Mexiko

- Neuseeland

- Palestinensische Autonomiegebiete

- Paraguay

- Syrien

- USA

Russland hat die Sommerzeit 2014 abgeschafft. Die Türkei wiederum hat 2016 beschlossen, die Sommerzeit das ganze Jahr über beizubehalten.

EU-weit ist Deutschland übrigens nicht das einzige Land, das sich für die Abschaffung der Zeitumstellung ausspricht. Die Balearen beispielsweise haben 2016 dafür gestimmt, die Sommerzeit gänzjährig beizubehalten - und sich damit gegen den Rest Spaniens gestellt, der gerne die Winterzeit das ganze Jahr über hätte. Auch Polen ist dafür, die Sommerzeit beizubehalten.

Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zur Zeitumstellung kurz zusammengefasst.