Trainingsplatz und Sponsoren Mitten in der Saison gibt es beim KFC Uerdingen große Veränderungen

Krefeld · All das, was derzeit beim KFC Uerdingen angepackt wird und sich verändert, das haben 99 Prozent aller Fußballvereine längst vor der Saison in die Wege geleitet. Doch der Traditionsverein wird dazu in diesen Tagen gezwungen.

 Im Sportpark Oppum ist am Aend kein Training mehr möglich.

Im Sportpark Oppum ist am Aend kein Training mehr möglich.

Foto: Stefan Brauer

Die erste große Veränderung gab es am Donnerstagabend. Der KFC Uerdingen trainierte nicht, wie vor der Saison ausgehandelt, im Sportpark Oppum. Das war nach der Zeitumstellung nicht mehr möglich, da die Trainingsbeleuchtungsanlage nicht wie zugesagt erneuert wurde. Der großzügigen Unterstützung des SC Bayer 05 Uerdingen hat es der KFC zu verdanken, dass er nun bis April am Löschenhofweg trainieren darf.

Die Mannschaft von Trainer Markus John musste allerdings die Trainingszeit nach hinten verschieben, weil der Rasen noch von den Grotenburg Supporters ausgebessert werden muss, was aufgrund des vielen Regens der vergangenen Tagen nicht abschließend möglich war. So ging es um 20 Uhr auf den Kunstrasen, was aber im Hinblick auf die Begegnung am Sonntag in Schonnebeck, die ebenfalls auf Kunstrasen ausgetragen wird, alles andere als ein Nachteil sein muss.

Die zweite große Veränderung wird es höchstwahrscheinlich am Freitag geben. Um 24 Uhr läuft die Frist für den bisherigen Hauptsponsor dasbob ab. Der KFC hatte die Werbemaßnahmen gestoppt, weil das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen war. Sollte die Frist erneut verstreichen, wird der Verein juristische Schritte einleiten, um den Vertrag fristlos zu kündigen. Der auf einem Sponsorenabend vorgestellte Plan B, den unsere Redaktion exklusiv präsentierte, ist bei den Unternehmern sehr gut angekommen. All dies bedeutet für den Vorstand um Marc Schürmann aber einen erheblichen Mehraufwand.

Er war erst im Sommer gekommen und ist schon wieder weg: Aaron Schreck. Grund ist aber nicht etwa, dass er den Sprung in die Elf nicht geschafft hat und enttäuscht ist, sondern weil der Arzt ihm ausgesundheitlichen Gründen dazu geraten hat. „Wir haben seiner Bitte um Vertragsauflösung zugestimmt“, sagt Marcus John. „Er wird auch nicht woanders spielen. Das ist aufgrund seiner fußballerischen Ausbildung und Qualität natürlich schade, aber Gesundheit und Familie gehen immer vor.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort