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Frühjahrsmüdigkeit: Warum ist man im Frühjahr ständig müde?

Ständig müde : Warum die Frühlingsgefühle nicht jeden beglücken

Frisch, frei und frühlingsfit fühlen sich die Einen. Die Anderen sind schlapp, schläfrig und schon wieder müde. Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs aber auch des großen Gähnens.

Was ist Frühjahrsmüdigkeit?

Die Sonne scheint, Pflanzen blühen und auch die Tage werden länger. Da nimmt man doch eigentlich an, dass wir auch mehr Elan haben und fitter sind. Naja, falsch gedacht! Die Frühjahrsmüdigkeit macht uns ein Strich durch die Rechnung...

Als Frühjahrsmüdigkeit bezeichnet man einen meist länger anhaltenden Zustand verringerter Leistungsfähigkeit und Mattigkeit, den viele Menschen im Frühling erleben.

Wann tritt Frühjahrsmüdigkeit auf?

"Es klingt paradox, und doch treten im Frühjahr beide Phänomene gleichzeitig auf - Frühlingsgefühle und Frühjahrsmüdigkeit", bestätigt der Diplom-Psychologin Franziska Kath von der DAK-Gesundheit. Beides werde durch ein und dieselbe Ursache ausgelöst: Sonnenlicht. Die längere und intensivere Lichteinstrahlung kurbelt im Körper die Hormonproduktion an.

Der "Gute-Laune"-Botenstoff Serotonin sorgt an den längeren und helleren Frühlingstagen für mehr Vitalität. Der menschliche Körper erneuert sich wie die Natur auch. Der Körper macht sozusagen Frühjahrsputz von innen. Andererseits sorgt das "Winterhormon" Melatonin für Schläfrigkeit. "Dieses Hormon sollte im Frühjahr eigentlich weniger produziert werden, doch der Körper stellt sich nur langsam um, und das geht bei vielen Menschen an die Reserven", erläutert Kath.

Wie lange dauert die Frühjahrsmüdigkeit?

Auf den Übergangszustand von Winter in den Frühling im Hormonhaushalt reagieren Schätzungen zufolge zwischen März und Mai mehr als 50 Prozent der Menschen mit geringerer Leistungsfähigkeit. Sie fühlen sich schlapp, sind unkonzentriert.

Auch scheint die Witterung ihren Teil zur Frühjahrsmüdigkeit beizutragen. Gerade jetzt wechselt das Wetter zum Teil extrem. Schien gestern noch die Sonne, trommelt heute kalter Regen oder Graupel gegen das Fenster. Nicht nur wetterfühlige Menschen reagieren darauf mit Anspannung und Kopfschmerzen.

Ist Frühjahrsmüdigkeit eine Krankheit?

"Frühjahrsmüdigkeit ist allerdings keine Krankheit", betont Kath, "eher eine Befindlichkeitsstörung". Deshalb geht man am besten mit natürlich Mitteln gegen sie vor. Die DAK-Expertin empfiehlt viel Bewegung an der frischen Luft und helle Farben, weil sie die Serotonin-Produktion ankurbeln. Auch tun dem Körper jetzt sanfte ausdauernde Sportarten gut. Radfahren, Walking und Spaziergänge regen den Kreislauf an und verscheuchen die Müdigkeit. Wichtig ist nach Darstellung von Franziska Kath auch, den Vitaminhaushalt in Ordnung zu bringen: Leichtes und vitaminreiches Essen und reichlich trinken - das bringt den Stoffwechsel in Schwung.

Hier geht es zur Infostrecke: So machen Sie der Frühjahrsmüdigkeit Beine