Olympia 2018: Schweizer Rolltreppen-Freestyler mit Norovirus infiziert

In Einzelzimmer verlegt: Schweizer Rolltreppen-Freestyler mit Norovirus infiziert

Zwei Schweizer Olympia-Athleten haben sich mit dem Norovirus infiziert. Die beiden Sportler wurden sofort in Einzelzimmer verlegt und haben keinen Kontakt mehr zu anderen Athleten. Das gab das Nationale Olympische Komitee der Schweiz bekannt.

Beide Athleten, Schweizer Medienberichten zufolge zwei Freeskier, wurden umfassend vom Ärzteteam behandelt und sollen mittlerweile keine Symptome der Krankheit mehr aufweisen. Sie waren nicht im Olympischen Dorf, sondern in der Außenstelle in Bokwang untergebracht.

Slopestyle-Goldkandidat Fabian Bösch und Elias Ambühl waren nicht im olympischen Dorf, sondern in der Außenstation Bokwang untergebracht, wurden in Einzelzimmer verlegt und ärztlich behandelt.

Bösch schrieb damit schon zum zweiten Mal bei den Spielen Schlagzeilen, bevor sein Wettkampf überhaupt begonnen hat. Ein Video mit dem Freestyler ging um die Welt, in dem er an einer Rolltreppe hängend zu sehen ist. Anstatt wie ein normaler Mensch die rollenden Stufen zu nutzen, hält sich Bösch unter voller Körperspannung am Handlauf neben den Stufen fest.

Start trotz Norovirus?

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Bösch und Ambühl absolvierten laut Schweizer Nachrichtenagentur SDA am frühen Freitagmorgen, mit flauem Magen und einigem Sicherheitsabstand zu den anderen Fahrern, die zweite Trainingseinheit auf dem Slopestyle-Kurs. Die Qualifikation und die drei Finalläufe stehen am Sonntag (2.00 Uhr MEZ) auf dem Programm.

"Wir gehen derzeit davon aus, dass es bei diesen beiden Einzelfällen bleibt und sich die beiden Athleten schon bald vollumfänglich erholt haben", hieß es in der Mitteilung. Das Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall und ist hoch ansteckend.

Die Schweizer Delegation wurde aufgefordert, die Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen mit Desinfektionsmittel verstärkt zu befolgen. "Wir gehen somit davon aus, dass es bei diesen Einzelfällen bleibt und sich die beiden Athleten schon bald vollumfänglich erholt haben", hieß es von NOK-Seite.

Das Norovirus verursacht neben anderen Symptomen Erbrechen und Magenkrämpfe und ist hoch ansteckend. Mehrere hundert Personen mussten bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang bereits in Quarantäne. Dabei handelte es meistens um Sicherheitspersonal und Volunteers.

(sid/dpa)