Sieg gegen Spanien: Gelungener Neustart für deutschen Handball-Frauen

Sieg gegen Spanien: Gelungener Neustart für deutschen Handball-Frauen

Neuer Trainer, neue Spieler, neuer Schwung: Bundestrainer Henk Groener ist mit den deutschen Handball-Frauen ein Einstand nach Maß gelungen.

Dank einer sehr überzeugenden Leistung feierte die neuformierte Mannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien mit einem 33:24 (16:13) gleich ihren ersten Sieg. Damit übernahm die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit 5:1 Punkten auch die Führung in der Quali-Gruppe 6.

"Wir sind überglücklich, die zwei Punkte sind enorm wichtig für die EM-Qualifikation", sagte Kapitänin Anna Loerper: "Das war wichtig fürs Selbstvertrauen und ein weiterer Schritt zur EM, wir wollen da mit unserer neuformierten Mannschaft dabei sein."

Nach der Enttäuschung bei der Heim-WM 2017 mit dem Scheitern bereits im Achtelfinale war der Neubeginn unter dem 57 Jahre alten Groener in der Tat verheißungsvoll. "Freude, Einsatz und Leidenschaft", wie vom Niederländer gefordert, prägten vor den 1735 Zuschauern in Stuttgart das Spiel der jungen deutschen Mannschaft. Erfolgreichste Torschützin war die herausragende Xenia Smits vom französischen Klub Metz HB (sieben Tore) auch Kreisläuferin Julia Behnke vom TuS Metzingen und Kapitänin Anna Loerper spielten stark.

Rückspiel in drei Tagen

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Das Rückspiel gegen Spanien (4:2 Punkte) findet bereits am Samstag (24. März) in San Sebastian statt. Die jeweils beiden Erstplatzierten der sieben Qualifikations-Gruppen und der beste Gruppendritte fahren zur EM in Frankreich (29. November bis 16. Dezember). Beim dritten Gruppengegner Türkei war zum Auftakt der Qualifikation ein 30:16 gelungen, danach hatte die DHB-Auswahl im Heimspiel gegen Litauen gepatzt (26:26).

Bei der neuformierten deutschen Mannschaft lief es zunächst etwas holprig. Überhastet und ungenau abgeschlossene Angriffe wechselten mit schön herausgespielte Toren. Zweimal lag die DHB-Auswahl mit drei Toren zurück, in der 21. Minute ging sie zum ersten Mal in Führung (10:9) und wurde danach immer sicherer. Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen können. Stark war vor allem das Zusammenspiel zwischen Smits und Behnke.

Groener ist dabei, eine neue Mannschaft aufzubauen. Nach dem Amtsantritt des Niederländers hatten zahlreiche Spielerinnen ihren Rücktritt erklärt. "Ich musste das akzeptieren und kann es auch verstehen", sagte der neue Bundestrainer, der seinen Posten nach dem Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM als Nachfolger von Michael Biegler angetreten hatte.

In Stuttgart fehlten Groener darüber hinaus die beiden Rückraumspielerinnen Emily Bölk und Alicia Stolle. Daher schlug die Stunde der Debütantinnen, zwei von ihnen, Ina Großmann und Maren Weigel, standen gleich in der Startaufstellung. Angeführt wird die Mannschaft weiter von Kapitänin Loerper (33).

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(sid)