Germanwings: Angela Merkel - "Das Leid der Familien ist unermesslich"

Erklärung im Wortlaut: Merkel: "Das Leid der Familien ist unermesslich"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert über den Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich geäußert. Ihre Äußerung im Wortlaut:

"Erschütternde Nachrichten erreichen uns aus Südfrankreich. Der Absturz der deutschen Maschine mit über 140 Menschen an Bord ist ein Schock, der uns in Deutschland - und der Franzosen und Spanier - in tiefe Trauer stürzt.

Foto: Andreas Bretz

Noch wissen wir über die knappen Daten des Fluges hinaus nicht viel. Und jede Spekulation über die Ursache des Absturzes verbietet sich. Das alles wird gründlich untersucht.

Heute beschäftigt mich zunächst einmal das Ausmaß des Leides, das diese Katastrophe über so viele Menschen gebracht hat. Meine Gedanken und meine Anteilnahme - auch die der ganzen Bundesregierung - sind jetzt bei den Menschen, die so jäh ihr Leben verloren haben, unter ihnen auch viele Landsleute.

Das Leid ihrer Familien ist jetzt unermesslich. Wir setzen alles daran, dass sie die Hilfe und den Beistand finden, die es in solchen Stunden geben kann.

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Ich habe in den vergangenen Stunden sowohl mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande als auch mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy telefoniert. Wir haben vereinbart, dass unsere Länder einander in jeder erdenklichen Form helfen werden, um die Ursache dieser Katastrophe zu ergründen und die Kräfte am Absturzort wie auch an den Flughäfen zu unterstützen.

Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet, der alle Bemühungen koordiniert. Bundesaußenminister Steinmeier und Bundesverkehrsminister Dobrindt fliegen heute Nachmittag in die Region. Ich werde morgen dorthin fahren, um mir selbst ein Bild zu verschaffen und mit örtlichen Verantwortlichen sprechen zu können. Und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, wird mich begleiten.

Jetzt aber lassen Sie mich zum Abschluss noch einmal sagen, ist die Stunde, in der wir alle große Trauer empfinden, an die Opfer denken und ihre Angehörigen und ihre Freunde."

(dpa)