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Geplanter HoGeSa-Aufmarsch: Polizei lehnt Versammlungsleiter ab

Geplanter HoGeSa-Aufmarsch : Polizei lehnt Versammlungsleiter ab

Die Polizei in Hannover hat den Versammlungsleiter für eine geplante Anti-Islamismus-Demonstration Ende nächster Woche abgelehnt. Hinter der Demo mit dem Titel "Europa gegen den Terror des Islamismus" könnte ein Aufmarsch des radikalen Hooligan-Zusammenschlusses stecken, der in der vergangenen Woche in Köln für Chaos gesorgt hat.

Es gebe Zweifel an der Zuverlässigkeit des Versammlungsleiters, da er im Internet Inhalte verbreitet habe, die den Holocaust verherrlichten, teilte die Polizeidirektion Hannover am Donnerstag mit. Gegen den Mann wurde Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung erstattet.

Die Organisatoren der Demonstration können nun einen anderen Versammlungsleiter benennen, um ein behördliches Verbot zu vermeiden.

Der abgelehnte Versammlungsleiter war nach Erkenntnissen der Polizei Ende Oktober auch in Köln als Redner aufgetreten, als es bei einem Protest von rund 4500 gewaltbereiten Hooligans und Rechtsextremen zu Zusammenstößen mit der Polizei kam. Dabei wurden 49 Beamte verletzt.

Die Polizei Hannover befürchtet, dass es bei der geplanten Kundgebung mit dem Titel "Europa gegen den Terror des Islamismus" am 15. November ebenfalls zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen könnte. Die Behörden erwarten bis zu 5000 Teilnehmer sowie neun Gegenkundgebungen.

(dpa)