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Tirol: Straßenarbeiter sprengen Schubkarre in die Luft

Schlechter Scherz : Straßenarbeiter sprengen Schubkarre in die Luft

Mitten auf einer Baustelle in Tirol zünden zwei Arbeiter Sprengstoff und jagen damit eine Schubkarre meterhoch in die Luft. Ihren gefährlichen Zeitvertreib hielten die Arbeiter auf einem Video fest, das sich anschließend im Netz verbreitete – das hatte Konsequenzen.

Mitten auf einer Baustelle in Tirol zünden zwei Arbeiter Sprengstoff und jagen damit eine Schubkarre meterhoch in die Luft. Ihren gefährlichen Zeitvertreib hielten die Arbeiter auf einem Video fest, das sich anschließend im Netz verbreitete — das hatte Konsequenzen.

Ein Baustellenarbeiter lässt auf der befahrenen Straße sogar noch ein Auto vorbei, bevor einer seiner Kollegen die etwa zehn Zentimeter lange Sprengstoffkerze anzündet und unter die umgedrehte Schubkarre legt. Anschließend gehen die Männer auf sichere Distanz und warten auf den großen Knall.

Der kommt schließlich mit Verzögerung und schleudert die Schubkarre meterhoch durch die Luft. Die verbrannten, völlig verformten Überreste landen unmittelbar neben der Baustelle. Verletzte oder Schäden hat das kiloschwere Stahlgeschoss glücklicherweise nicht verursacht.

Die Baustellenarbeiter, die sich mit der Aktion offenbar lediglich die Zeit vertreiben wollten, feiern ihre Zündelei lautstark und begutachten lachend den Metallklumpen. Das Video stellen sie anschließend online. Das ist ihr zweiter Fehler.

Illegaler Besitz und Benutzung von Sprengstoff, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, Verstoß gegen das Arbeitsrecht — die Konsequenzen dieser Pausenbeschäftigung hatten die Arbeiter zuvor offenbar nicht bedacht. Die Kündigung des Arbeitgebers, das Bauunternehmen "PORR" mit Hauptsitz in München, folgte prompt, ebenso wie eine Mitteilung.

Darin erklärt die Firma: "In der PORR hat die Sicherheit auf unseren Baustellen ganz klar oberste Priorität. Unsere Teams auf den Baustellen müssen laufend Sicherheitstrainings absolvieren und wissen das. Es gibt daher für diese mutwillige Gefährdung von Menschen und den gezeigten Vandalismus keine Entschuldigung und wir distanzieren uns ausdrücklich davon. Unser Management hat umgehend gehandelt und die beteiligten Kollegen gekündigt."

(mro)