Iran: Drei Tote bei mutmaßlichem Anschlag in Tschabahar

In der Hafenstadt Tschabahar: Drei Tote bei Selbstmordanschlag im Iran

In der iranischen Hafenstadt Tschabahar ist am Donnerstag ein Attentäter mit einem mit Sprengstoff gefüllten Fahrzeug auf ein Polizeirevier zugerast. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf die Polizei im Iran sind nach Angaben des Staatsfernsehens mindestens drei Personen getötet worden. Der Attentäter sei am Donnerstag in einem mit Sprengstoff gefüllten Fahrzeug auf ein Polizeirevier in der Hafenstadt Tschabahar im Südosten des Landes zugerast, hieß es in dem Bericht. Als Polizisten ihn aufhalten wollten, habe er seine Sprengsätze gezündet.

Wer hinter dem Anschlag steckte, war zunächst unklar. Keine Gruppe bekannte sich zu der Tat.

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Tschabahar liegt nahe der Grenze zu Pakistan am Golf von Oman. Die Stadt hat einen wirtschaftlichen Sonderstatus als Freihandelszone, kürzlich erst wurde ein neuer Hafen fertiggestellt.

Im Vergleich zu den Nachbarländern kommt es im Iran eher selten zu Terroranschlägen. Im September eröffneten als Soldaten verkleidete Angreifer das Feuer auf eine Militärparade in der Stadt Ahwas. Dutzende kamen ums Leben. Die Terrormiliz Islamischer Staat und eine Gruppe arabischer Separatisten reklamierten beide die Tat für sich.

(mlat/dpa)
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