Tsunami-Warnung aufgehoben - Schweres Erdbeben im Pazifik vor Neukaledonien

Tsunami-Warnung wieder aufgehoben: Schweres Erdbeben im Pazifik vor Neukaledonien

Im Südpazifik hat vor der Inselgruppe Neukaledonien die Erde gebebt. Das Beben hatte eine Stärke von 7,5. Im Pazifikraum gab es deshalb im Umkreis von 1000 Kilometern eine Tsunami-Warnung. Diese wurde später wieder aufgehoben.

Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum hatte zunächst mitgeteilt, es seien Tsunami-Wellen beobachtet worden. In Neukaledonien wurde die Bevölkerung deshalb aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Gewarnt wurde vor bis zu drei Meter hohen Wellen in Neukaledonien und im Inselstaat Vanuatu. Auf beiden Archipelen leben jeweils etwa 280.000 Menschen. Die Warnung wurde später wieder aufgehoben. Eine Tsunami-Warnung in Neuseeland bestand nur kurz.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS trat das Beben etwa 168 Kilometer östlich des Ortes Tadine in Neukaledonien in einer Tiefe von zehn Kilometern auf. Berichte über größere Schäden lagen zunächst nicht vor. Später wurden mindestens fünf Nachbeben mit einer Stärke zwischen 5,6 und 6,0 registriert.

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Die in der neukaledonischen Hauptstadt Noumea lebende Journalistin Judith Rosenstein sagte, in der Stadt gebe es keine Schäden. Dan McGarry, Mediendirektor der Zeitung „Vanuatu Daily Post“, sagte, in der Hauptstadt Port Vila sei das Beben als leichte Erschütterung zu spüren gewesen. „Wir haben jedes Jahr viele Erdbeben. Die Tsunami-Warnung hat diesmal allerdings den Unterschied gemacht“, sagte er.

Die Region liegt auf dem Pazifischen „Feuerring“, wo es weltweit die meisten Erdbeben und Vulkanausbrüche gibt.

(hebu/AFP/AP)
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