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Houston: Neunjähriger stirbt nach Massenpanik bei Musikfestival

Zehntes Todesopfer : Neunjähriger stirbt nach Massenpanik bei Musikfestival in Houston

Der Junge hatte seit dem tragischen Vorfall in Houston im Koma gelegen. Er ist das zehnte Todesopfer der Massenpanik beim Astroworld-Festival. Gegen den Veranstalter ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Gut eine Woche nach einer Massenpanik bei einem Musikfestival in Texas ist ein neun Jahre alter Junge seinen Verletzungen erlegen. Der Junge starb am Sonntag im Kinderkrankenhaus in Houston, wie ein Anwalt der Familie mitteilte. Das Kind hatte im künstlichen Koma gelegen, seit es bei der Massenpanik während eines Auftritts von Rapper Travis Scott am 5. November schwere Verletzungen erlitten hatte. Der Junge war das zehnte Todesopfer des Astroworld-Festivals.

Die Familie des Jungen bat auf einer Website um Spenden für die Behandlungskosten. Der Vater berichtete dort, der Neunjährige habe auf seinen Schultern gesessen, als die Menge nach vorn gedrängt habe. Er, der Vater, habe das Bewusstsein verloren und als er zu sich gekommen sei, sei sein Sohn verschwunden gewesen. Im Krankenhaus wurden bei dem Jungen schwere Schäden an Hirn, Nieren und Leber festgestellt. Die Familie reichte eine Klage gegen Scott und den Veranstalter des Festivals ein; sie fordert mindestens eine Million Dollar Schadenersatz.

Die anderen Todesopfer des Festivals waren zwischen 14 und 27 Jahre alt. Rund 300 Menschen wurden verletzt, 13 mussten stationär behandelt werden. Gegen den Veranstalter Live Nation und Scott ermittelt die Staatsanwaltschaft.

(chal/dpa)