Wülfrath: Radio-Premiere für Musiker

Wülfrath: Radio-Premiere für Wülfrather Musiker

Heute Abend stellt sich der Liedermacher mit einem aktuelle Stück dem Publikumsvotum.

Begeistert wie baff nahm Düsselmusiker Nicolai Buchartz eine jüngst vom WDR eintrudelnde Nachricht auf. Eines seiner Lieder soll „radiogetauft“ werden. Es ist heute Abend im Rundfunk zu hören. Der Äthergeadelte jubiliert: „Als Liedermacher ist es der größte Frust, keine Rückmeldung zur eigenen Musik zu bekommen.“ WDR-Redakteur Helmut Brasse aber meldete sich mit einer freudigen Zusage. Burchartz sei als einer von drei Liedwettstreitern um den Wochengewinn auserkoren worden. Von Burchartz‘ neuem Album „geschafft – bis hierhin und weiter“ wählte Brasse den Titel „Morgen werde ich ein besserer Mensch“.

Es ist ein Song, der gerade mal 2:36 Minuten dauert und auch sonst nicht eitel auftritt. „Klein, schnell und ehrlich“ beschreibt Burchartz die Komposition, die ihm vor etwa einem Jahr in den Sinn kam: „Ausschlaggebend war definitiv eine Diskussion, die ich mit meiner Frau hatte.“ Die Gattin hatte berechtigte Kritik an ihm geäußert und solch unbequemen Wahrheiten sind eben besonders schwer anzunehmen. Aufgebracht war er in seine Künstlerwohnung nach Wuppertal gedüst und hatte die lastenden Emotionen dort in eine Melodie gegossen. Gut zu wissen, dass die Eheleute längs wieder im Einklang sind und heute, Dienstag, gemeinsam einen gemütlichen Radioabend im heimischen Düsseler Wohnzimmer geniessen wollen.

Da Burchartz durch kein Plattenlabel vertreten wird, ist es oft nicht einfach, seine Stücke in den Rundfunk zu bringen. Das Format „Szene im Westen“ möchte genau diese unabhängigen Künstler unterstützen. Die Label-Losigkeit ist deshalb sogar Vorausetzung zum Mitwirken, schildert Burchartz: „Jetzt hoffe ich, dass viele Hörer für mich abstimmen werden.“

Nachdem in diesem Jahr die Produktion seines Albums im Fokus stand, soll 2019 das Jahr der Bühnenpräsenz werden. Beeindruckende 35 Live-Termine stehen bereits fest und zeichnen eine Europatournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz vor. „Also, wenn das jetzt so weitergeht, dann ist doch alles super für mich“, reflektiert der reisefreudige Barde die Lage. Voll ausgefüllt sei sein Kalender aber noch nicht, vielmehr wäre Burchatz über jedes noch hinzukommende Sofakonzert überfroh.

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Aus Burchartz’ neuestem Traum hebt sich die Idee, für die weiten Wege zwischen Bern, Chemnitz und Wien einen Tourbus zu nutzen. Woher ein solcher Bus kommen könnte, liegt noch im Unklaren. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass Burchartz einen Traum ins Tatsächliche umsetzt.

So steht auch die Herausgabe eines Notenbuchs mit selbst verfassten Liedern und der Dreh eines Musikvideos für den Song „Pausenhoftango“ auf dem Plan. Bereits jetzt frisch gestaltet und aktuell mit kessen Illustrationen der Speedportraitzeichnerin Lea Dohle bebildert, zeigt sich der Blog „nicolais t*agebuch“ auf nicolai-burchartz.de.

Hier erzählt der Sänger und Gitarrist, der die ersten zwanzig Jahre seines Lebens als Mädchen aufwuchs und dann auch offiziell zum Mann wurde, von seinen besonderen Erlebnissen und erläutert wertvolle Einsichten rund um das Thema Transidentität.

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