Stadt Wülfrath bietet jetzt Trauungen in den Kutscherstuben an

Wülfrath : In den Kutscherstuben wird jetzt getraut

Nach der Schließung der „Wasserburg“ ist ein neuer Ort für Trauungen gefunden worden. Die Zahl der Eheschließungen in Wülfrath steigt.

Ein Restaurant in einem urigen Fachwerkhaus mit hübscher Terrasse – die „Kutscherstuben“ sind ein beliebtes Ausflugsziel in Düssel. Aber nicht nur schick essen können die Wülfrather hier, sondern sich auch das Ja-Wort geben. Im Oktober wurden die „Kutscherstuben“ vom Standesamt in die Liste der offiziellen Trauzimmer aufgenommen.

Sie ersetzen damit das gegenüberliegende Restaurant „Wasserburg“, das bis zu seiner Schließung der Anlaufort für Trauungen in Düssel war. „Wir freuen uns, dass jetzt ein neuer Ort gefunden wurde“, sagt Stadtsprecherin Franca Calvano. Der Ansprechpartner für Eheschließungen in Düssel bleibt damit derselbe. „Kutscherstuben“-Chef Frank Hamann hatte auch die „Wasserburg“ bewirtet. Das neue Trauzimmer ist mit antiken Möbeln eingerichtet worden – passend zum Ambiente des Hauses.

Anna Violetta Lex und Achim Wolfgang Lederer waren die ersten, die ihren großen Tag in den „Kutscherstuben“ feierten. Am Donnerstag gaben sie sich das Ja-Wort in dem romantischen Trauzimmer – im kleinen Rahmen. Für rund 40 Gäste ist der Trauungsort ausgelegt.

Aber auch Paare, die sich eine größere Trauung wünschen, haben die Möglichkeit außerhalb des Standesamtes zu heiraten. Eheschließungen sind auch im Kaminzimmer des Niederbergischen Museums und in der Kathedrale Schlupkothen möglich. In der Kathedrale finden bis zu 100 Personen Platz, im Niederbergischen Museum bis zu 65.

Nach den Zahlen des Standesamtes entscheiden sich allerdings die meisten Paare für eine klassische Trauung im Rathaus: 92 Eheschließungen gab es im laufenden Jahr, davon fanden 72 im Standesamt statt. Zwölf wurden in der nun geschlossenen Wasserburg vorgenommen, vier in der Kathedrale und vier im Museum. „Insgesamt ist die Zahl der Trautermine in Wülfrath angestiegen“, berichtet Sprecherin Calvano. 2014 seien es 105 Termine gewesen, 2017 schon 133.

Auch für 2018 geht sie davon aus, dass die 100er-Marke deutlich überschritten wird. Ein beliebter Monat für Eheschließungen sei in den vergangenen Jahren nämlich stets der Dezember gewesen. „Da haben wir zum Teil auch sehr kurzfristige Termine“, sagt sie. Im Jahr 2017 habe es 31 Trauungen im Dezember gegeben. Selbst der Zeitraum „zwischen den Jahren“, also zwischen Weihnachten und Silvester, werde in Wülfrath für Eheschließungen genutzt. Gut gebucht sei aber auch der Juni – wohl auch, weil Trauungen bei entsprechendem Wetter unter freiem Himmel durchgeführt werden können.

Auffällig beliebt waren in diesem Jahr die Samstagstrauungen. 37 Mal gaben sich Paare an diesem Tag das Ja-Wort. Wunschtermine für 2019 können ab November beim Standesamt vorgemerkt werden.

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