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Tönisvorst: Neues Sicherheitskonzept für Vorster Zug

Tönisvorst : Neues Sicherheitskonzept für Vorster Zug

Für den Vorster Nelkensamstagszug soll jetzt ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Das teilte das Tönisvorster Karnevals-Komitee (TKK) bei einer Info-Veranstaltung über die Zukunft des Zuges mit. Das Konzept soll mit Stadt, Polizei und Rotem Kreuz abgestimmt werden. "Wahrscheinlich noch vor den Herbstferien können wir definitiv sagen, ob und wie es mit dem Vorster Karnevalszug weitergeht", sagte Mirko Klücken, TKK-Vorständler, das den Nelkensamstagszug veranstaltet.

In diesem Jahr war es am Rande des Zuges zu körperlichen Auseinandersetzungen unter Jugendlichen gekommen. Nach Angaben von Anwohnern seien 400 bis 500 Jugendliche schon weit vor Beginn des Zuges in Vorst eingetroffen. Sie hätten sich mit Alkoholika eingedeckt, dann sei es zu den ersten Pöbeleien und Schlägereien gekommen, die im Laufe des Tages immer mehr ausuferten. Die Polizei sprach von 40 Rettungseinsätzen und 40 Personen, die in Gewahrsam genommen werden mussten. Nach DRK-Angaben kam es zu 20 Notarzt- und Rettungswageneinsätze, zwölf Sofort-Versorgungen und massiven Behinderungen der Einsätze. Teilweise sei den Ehrenamtlichen Prügel angedroht worden.

Mehr als 100 Bürger waren zu der Veranstaltung ins "Haus Vorst" gekommen. Klücken versicherte, dass "uns der Karnevalszug hier in Vorst genauso am Herzen liegt wie der in St. Tönis". "Wir können nicht hinnehmen, dass wir vor jugendlichen Randalierern resignieren und uns von ihnen unser Brauchtum kaputt machen lassen", sagte Pastor Ludwig Kamm. Einige Redner monierten die geringe Präsenz der Polizei an diesem Tag, zumal schon zwei Tage vorher im Internet Aufrufe zur Randale zu lesen waren. Der Leiter der Kempener Polizeiwache, Bernd Wegener, entgegnete, dass man auf einzelne Mitteilungen hin keine Hundertschaften von Polizisten nach Vorst schicken könne. Zehn bis zwölf Polizisten seien am Nelkensamstag in Vorst im Einsatz gewesen. Der Leiter des Tönisvorster Ordnungsamtes, Wolfgang Schouten, ergänzte, dass sich die Ordnungsbehörde mit zusätzlichen Sicherheitskräften verstärkt habe.

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"Wir wollen den Vorster Karnevalszug nicht platt machen, aber wir brauchen jetzt vom TKK ein umfangreiches Sicherheitskonzept, und das kostet Geld", sagte Schouten. Gegenredner wiesen darauf hin, dass bei Demonstrationen oder Bundesliga-Einsätzen der Polizei die jeweiligen Veranstalter auch nicht zur Kasse gebeten würden. Ein Vorschlag war ein striktes Glasverbot mit Kontrollen. Zudem wurde der Wunsch geäußert, dass an diesem Tag kein Alkohol verkauft werden sollte. Frage des Tages

(RP)