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Viersen: Mühlenfest: Platzregen sorgt für Bewegung

Viersen : Mühlenfest: Platzregen sorgt für Bewegung

Das Dülkener Mühlenfest litt unter dem extrem schlechten Wetter. So fiel der Familientag am Sonntag buchstäblich ins Wasser. Erfreulich: Als "Booster" spielte, war es trocken und der Alte Markt "brechend voll".

"Herzlich willkommen zum Mühlenfest" hieß Günther Kamp als Repräsentant des Werberings Viersen aktiv einige hundert Gäste auf dem Alten Markt. Er freute sich, dass auch "Bürgermeister Günter Thönnessen den Weg nach Dülken gefunden" hat. Dieser stellte zufrieden fest: "Dülken ist in Bewegung. Und das verdanken wir auch unseren Sponsoren, denn ohne Moppen geht es nun mal nicht." Sein Dank galt auch den Organisatoren — Citymanagerin Mareike Meyer und der Werbering Viersen aktiv. Nach einem Blick auf die Uhr eröffnete er "um 20.11 Uhr plus xyz" offiziell das Mühlenfest und wünschte den Dülkener ein besseres Wetter als im vergangenen Jahr.

Doch gerade dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Als die Orpheumsband so richtig im Schwung war, kam der erste Platzregen herunter — und die Gäste flüchteten. Mehr Glück hatten die Musiker von "Booster", denn am Samstagabend blieb es trocken und der Alte Markt war "brechend voll".

Kunstmeile "geschrumpft"

Doch am Sonntag kam es dann ganz schlimm. Ausnahmsweise hatten alle Wetterberichte Recht: Am Morgen goss es wie aus Kübeln, so dass einige Stände auf der Lange Straße erst gar nicht aufgebaut wurden. Auch die "Kunstmeile" auf der Blauensteinstraße war geschrumpft und die Künstler saßen untätig herum, konnten nur ein paar Kinder zu etwas Kreativität überreden. Viele Stühle und Bänke auf dem Alten Markt blieben leer. Die "Kleinen Sternchen" tanzten nur für ihre Eltern und die wunderschönen Kleider des Mittelaltervereins "Versina" blieben weitgehend unbeachtet. Auch als die Sonne am Mittag kurz über St. Cornelius lugte, trauten sich nur wenige auf die Festmeile — und schon wenig später ging der nächste Regenschauer über Dülken nieder.

Die Kunstszene Viersen, deren 23 Mitglieder ihre Werke in den Schaufenstern von rund 30 Ladenlokalen ausstellten und bei ihrer Gemeinschaftsausstellung in der ehemaligen Apotheke an der Lange Straße gerne den Besuchern Rede und Antwort stehen wollten, blieb unter sich. Eines aber wurde schnell klar: Diese Ausstellung könnte ein Anfang sein. Ein Anfang für eine lebendige Kunstszene in Dülken. Die Dülkener Andreas Bach und Hannelore Sontowski konnten ebenso wie ihre Kolleginnen und Kollegen ihre sehr unterschiedlichen Werke wie in einer Profi-Galerie zeigen.

In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wie weit sich die Bürgerinnen und Bürger für Kunst interessieren, denn die Ausstellungen sollen noch einige Tage bleiben. Vielleicht könnte dies ein Anreiz für die Eigentümer leerstehender Geschäfte sein, den Künstlern — mietfrei unter Berechnung von Strom und Wasser — ein besonderes Ambiente zu geben und damit der Innenstadt Dülkens ein blühendes Aussehen.

(flo)