Brüggen: Kindergarten Lüttelbracht erhält Klimaschutzpreis

Brüggen: Kindergarten Lüttelbracht erhält Klimaschutzpreis

Ein Jahr beschäftigen sich die 112 Kinder mit dem Leben auf der Wildwiese, beobachteten Frösche und Raupen

Der Gemeindekindergarten Lüttelbracht hat gestern den Klimaschutzpreis des Energieunternehmens Innogy erhalten. Kommunalbetreuer Frithjof Gerstner und Klimaschutzmanagerin Denise Lange hatten das Projekt "Wiesenwunder" des Kindergartens als Gewinner ausgewählt. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Die 112 Kinder des Kindergartens haben sich ein Jahr lang mit dem Thema "Wiesenwunder" beschäftigt. Wie Leiterin Claudia Körstgens berichtete, sammelten etwa die Zweijährigen mit Unterstützung der größeren Kinder täglich Regenwürmer und legten sie in ein Terrarium, um sie zu beobachten. Eine Wildwiese wurde gesät, die Kinder der "Sonnengruppe" fanden eine Raupe. "Sie haben es tatsächlich geschafft, dass die Raupe sich in einem Glas verpuppt hat und später aus ihrem Kokon geschlüpft ist", so Körstgens. "Der Schmetterling wurde dann freigelassen." Auch Kaulquappen beobachteten die Kinder in einem Aquarium, sahen, wie sie zu Fröschen wurden, und setzten sie bei einer gemeinsamen Wanderung am Borner See aus.

Die Naturerfahrungen sollen den Kindern den Wert des Lebens in der Natur vermitteln - und das war es auch der Jury wert, den Klimaschutzpreis an den Kindergarten Lüttelbracht zu vergeben. Mit dem Preisgeld sollen nun magnetische Bausteine angeschafft werden.

Bei der Übergabe des Preises präsentierten die Kinder gestern in einer Aufführung das Leben der "kleinen Raupe Nimmersatt", bevor Leiterin Claudia Körstgens das Preisgeld in Empfang nahm.

(bigi)