Tönisvorst: Geldregen für soziale Projekte

Tönisvorst: Geldregen für soziale Projekte

Insgesamt 2000 Euro hat die Kolpingfamilie St. Tönis an Einrichtungen und Initiativen gespendet. Das Geld haben die Mitglieder beim Tannenbaumverkauf und am Glühweinstand zu St. Martin eingenommen.

Petra Mahlinghaus ist für die Initiative Runder Tisch Flüchtlingshilfe Tönisvorst zur Versammlung der Kolpingfamilie gekommen. "Wir freuen uns sehr über die Unterstützung", sagt die St. Töniserin stellvertretend für die gut 50 Bürger, die sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge, die in St. Tönis und Vorst leben, einsetzen. 300 Euro hat die Kolpingfamilie St. Tönis der Flüchtlingshilfe gespendet. "Vermutlich werden wir von dem Geld Lehrmittel für den Deutschunterricht kaufen", sagt Mahlinghaus.

Jedes Jahr zum Stiftungsfest im August schütten die 130 Mitglieder der St. Töniser Kolpingfamilie das Geld aus, das sie an den beiden Tagen der St. Martinszüge mit dem Verkauf von Glühwein und vor Weihnachten mit dem Verkauf von Tannenbäumen eingenommen haben. "Im vorigen Jahr waren die Einnahmen besonders hoch", sagt Rolf Giesen, der stellvertretende Vorsitzende. 2000 Euro kamen zusammen.

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Neben der Flüchtlingshilfe Tönisvorst bekommt das Berufsförderungszentrum des Kolping-Bildungswerks in Amern 300 Euro. Hier werden junge Menschen, häufig ohne Schulabschluss und ohne fest strukturierten Tagesablauf, in verschiedenen Bereichen ausgebildet und nach der Lehre in die Arbeitswelt vermittelt. Außerdem gehen 300 Euro an eine Initiative der Kolpingfamilie Krefeld, die seit 2009 dreimal in der Woche Butterbrote und Obst an Grundschüler verteilt. "Manchmal sind es bis zu 50 Butterbrote an einem Morgen", erzählt Margret Kleiner von der Initiative. "Von Januar bis Juni haben wir 348 Äpfel ausgegeben", fügt Ingrid Stöcker hinzu. Einen Scheck über 500 Euro übergab Irmgard Schumacher an Birgit Koenen vom Verein "Apfelblüte". Seit vier Jahren unterstützt der Tönisvorster Verein bedürftige Kinder. "Wenn Geld in der Familie für die Klassenfahrt fehlt, für den Nachhilfeunterricht, für die Sportschuhe und Ähnliches, dann übernehmen wir das", sagt Birgit Koenen. Kosten in Höhe von rund 5000 Euro trägt der Verein jedes Jahr. "Viele Tipps, wo finanzielle Hilfe nötig ist, bekommen wir von den Schulsozialarbeitern am Schulzentrum", erklärt Koenen. Weitere 600 Euro gehen an Kolpingwerk Rumänien, das Jugendlichen damit Ferienreisen und Unternehmungen ermöglicht. Auch der höchste Spendenbetrag, nämlich 1000 Euro, geht ins Ausland. "Wir unterstützen jedes Jahr die Aktion Indien des Internationalen Kolpingwerks", erklärt Rolf Giesen. Dass von der Spende der Kolpingfamilie St. Tönis vor allem junge Menschen profitieren, ist kein Zufall. Auch der Kerpener Theologe Adolph Kolping hat sich mit der Gründung eines Gesellenvereins im 19. Jahrhundert besonders um junge, sozial benachteiligte Menschen gekümmert.

(WS03)