Politik in Tönisvorst Buntes Themen-Potpourri beim CDU-Frühlingsempfang

Tönisvorst · Beim Frühjahrsempfang der CDU Tönisvorst stand vor allem der Staatssekretär im Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales als Redner im Mittelpunkt.

 Matthias Heidmeier (Mitte) war der Hauptredner beim Frühjahrsempfang.

Matthias Heidmeier (Mitte) war der Hauptredner beim Frühjahrsempfang.

Foto: Norbert Prümen

Die Tönisvorster CDU lädt jedes Jahr im Wechsel entweder zum Neujahrsempfang oder zum Frühjahrsempfang. Am Sonntag war der Frühjahrsempfang im Ratssaal an der Reihe. Der Parteivorsitzende Jens Peters konnte unter anderem die Landtagsabgeordnete Britta Oellers und den Bundestagsabgeordneten Martin Plum begrüßen. Hauptredner war der Staatssekretär im Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Matthias Heidmeier. Er war eigens mit dem Fahrrad von Willich gekommen, die Schweißtropfen brachten ihm aber gute Laune.

Was in seiner Rede mehr als einmal zu hören war: „Wir müssen uns zur Decke strecken.“ Und: „Wir dürfen nicht so tun, als ob es keine Zeitenwende gebe.“ Heidmeier kritisierte die Legalisierung von Cannabis, nicht zuletzt, weil das Land die entsprechenden Gesetze umsetzen müsse. Seine rhetorische Frage: „Wie kann man sich in diesen Zeiten so ein Thema in den Rucksack packen?“ Unverständlich sei außerdem, wieso das „befriedete Thema Abtreibung“ nochmal auf die Agenda gesetzt werden solle. Zur Arbeit in seinem Ministerium merkte er an: „Es läuft nicht alles perfekt, aber vieles ist sehr gut organisiert.“

Er kam auf das Thema „Krankenhausplanungsgesetz“ zu sprechen. Es werde ein Spagat werden zwischen einer Spezialisierung und einer funktionierenden Nahversorgung. Auch ein zentrales Thema: berufliche Bildung. Zu wenig junge Leute entschieden sich für einen Handwerksberuf. Für jemanden, der einen Handwerksbetrieb übernehme, sei „der Weg zum Millionär kürzer“, als dies bei vielen anderen Berufen der Fall sei. Heidmeier würdigte den Einsatz von Menschen aus anderen Ländern in der Arbeitswelt. Arbeitskräfte, die neu hinzukommen, dürften nicht durch zur viel Bürokratie abgeschreckt werden, zumal sich diese Menschen schon mit der schwer zu erlernenden Sprache auseinandersetzten.

NRW solle insgesamt „das erste Bundesland sein, in welchem die Ausbildung gleichwertig im Vergleich zum Studium ist.“ Coaches sollen sich um junge Leute kümmern, sie in die Spur bringen, mit dem Ziel, ins Berufsleben zu starten. „Wir können uns nicht leisten, nur eine potenzielle Arbeitskraft zu verlieren“, sagte der Staatssekretär. Und er machte deutlich, dass Wirtschaftswachstum ungemein wichtig sei: „Ein Prozent weniger Wachstum sorgt dafür, dass eine Milliarde Euro im Haushalt fehlt.“ Dieses Wachstum müsse klimafreundlich und nachhaltig sein. Plum bewarb in der Folge einen Termin: „Am Donnerstagvormittag, 18, April, werde ich zum ersten Mal eine Sprechstunde außerhalb meines Wahlkreisbüros in Viersen anbieten.“ Der Bundestagsabgeordnete will von 9 bis 11 Uhr in den CDU-Räumen an der Antoniusstraße 7 erfragen, wo des Bürgers Schuh drückt.

(barni)
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