Solingen: Mit Tatkraft und Herzblut

Solingen : Mit Tatkraft und Herzblut

Susanne Lentjes-Rubin und Martin Witte sind die neuen Kustoden im Balkhauser Kotten.

Die Vertragsbesiegelung erfolgte zunächst per Handschlag, fast ein wenig theatralisch war die Situation, erinnert sich Nicole Moliniari, die Vorsitzende des Kuratoriums Balkhauser Kotten, und sie ist froh, dass sie in Susanne Lentjes-Rubin und Martin Witte ein neues Kustodenpaar gefunden hat, das die nötige Leidenschaft für die neue Aufgabe mitbringt. Nach den unschönen Auseinandersetzungen mit den ausgeschiedenen Kustoden Margret und Engelbert Schmitz - derzeit wird um hohe Summen vor Gericht gestritten - soll nun Ruhe einkehren in dem idyllischen Schleifermuseum an der Wupper. Daher wurde nach dem Handschlag auch ein konkreter Vertrag mit den neuen Kustoden abgeschlossen.

Einstimmig hat der Vorstand des Kuratoriums die neuen Kustoden aus mehreren Bewerbern ausgewählt. "Die beiden sind Menschen, die mit Unwägbarkeiten gut zurechtkommen", sagt Hans Knopper, der Leiter des Kulturmanagements und aktuelle Chef des Paares. Beide arbeiten im Theater und Konzerthaus, Martin Witte (44) ist als gelernter Schreiner seit 22 Jahren Theater- und Bühnenmeister, Susanne Lentjes-Rubin (47) arbeitet seit zwölf Jahren dort als Gästebetreuerin. Da beide erst in den Nachmittags- beziehungsweise Abendstunden ihre Arbeit beginnen, lässt sich die Kustodentätigkeit damit gut verbinden. Ihre Kontakte wollen die beiden künftig nutzen, um Kulturveranstaltungen in den Balkhauser Kotten zu holen. "Aber man kann mit uns auch Platt sprechen", sagt Martin Witte, der wie seine Frau in Solingen geboren ist. Gut zusammenarbeiten wollen sie natürlich mit dem Kuratorium, aber auch mit Schliefer Manfred Wietscher, der im Kotten auch einen Schleif-Service anbietet. Was die Gestaltung des künftigen Kottenlebens - zum 1. September beginnt offiziell der Vertrag - angeht, haben die neuen Kostoden "einen ganzen Sack voller Ideen". Schon jetzt helfen die beiden aus und beim Kottenfest am 17. August werden sie natürlich vor Ort die Besucher begrüßen.

(RP)
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