Solingen: Hedderich-Pavillon kommt nicht in den Park Kannenhof

Solingen: Hedderich-Pavillon kommt nicht in den Park Kannenhof

Was spricht gegen die Aufstellung des Hedderich-Pavillons im Park Kannenhof? Diese Frage stellte Bezirksvertreterin Annemarie Born (FDP) der Stadt und bekam in der jüngsten BV-Sitzung prompt Antwort: eigentlich alles.

Der Park Kannenhof besitze als Standort für den Pavillon die gleichen Nachteile wie andere städtische Grünanlagen (Vorspel, Bärenloch), erklärte der Stadtdienst Planung, Mobilität und Denkmalschutz mit Blick auf wenig allgemeinen öffentlichen Zulauf. Eine sinnvolle Nutzung, so führt der Stadtdienst weiter aus, könne gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Lebenswertes Solingen zur Rettung des Parkes Kannenhof" möglich sein, doch es bestehe die Gefahr des Vandalismus, weil eine direkte soziale Kontrolle fehlen würde. Überdies würden die Standorte, bei denen der Hedderich-Pavillon keiner bereits vorhandenen Nutzung zugeordnet werden könnte, wegen zu hoher Kosten ausgeschlossen. Somit auch der Standort Kannenhof, denn hier müssten zusätzliche Räume wie Toilettenanlagen oder Anschlüsse für Gebäudetechnik erstellt werden. Das sei zu teuer.

Den einzig geeigneten Standort für den Hedderich-Pavillon, der im Zuge des Hofgarten-Einkaufzentrums von der Kölner Straße verschwinden beziehungsweise aus Denkmalschutzvorgaben abgetragen und wieder aufgebaut werden muss, sieht die Verwaltung nach wie vor im Botanischen Garten am Vogelsang. Dieser Standort habe den erheblichen Vorteil, dass die notwendigen Anlagen wie Toiletten oder Abstellräume in unmittelbarer Nähe liegen und mitgenutzt werden könnten. Daher wird der Wiederaufbau an diesem Standort derzeit als einzige Möglichkeit weiter verfolgt. Die ursprünglich gesetzte Frist zur Aufstellung des Pavillons bis Mai 2010 wurde nach Gesprächen mit dem Ministerium aufgehoben, ein neuer Termin wurde nicht festgelegt.

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Die wiederverwendbaren Teile des Hedderich-Pavillons werden nach dem Abbau an der Kölner Straße zwischengelagert. Die Finanzierung des Wiederaufbaus, für den die Stadt kein Geld bereit stellen wird, kann dann geklärt und eventuell Sponsoring geprüft werden.

(RP)