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Solingen: CDU sucht Maulwurf, Molinari wehrt sich

Solingen : CDU sucht Maulwurf, Molinari wehrt sich

In der CDU spitzen sich die parteiinternen Querelen um angebliche Indiskretionen zu. "Sollte es weiterhin offene Unterstellungen oder parteiinternes Ruf schädigendes Verhalten meiner Person gegenüber geben, behalte ich mir juristische Schritte vor", heißt es in einem offenen Brief der CDU-Ratsfrau Nicole Molinari, der auch an die Presse ging.

Die schulpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Solinger CDU-Mittelstandsvereinigung beklagt nun auch öffentlich eine erneute "Unterstellungskampagne" durch Parteikollegen, schreibt von "Rufschädigung und Verunglimpfung". Jüngster Anlass sind die Vorgänge um "schwarze Kassen" und den Rücktritt eines Teils der Vorstands der Frauenunion.

Inzwischen hat es Neuwahlen gegeben, bei denen Molinari mit ihrer Kandidatur für ein Vorstandsamt knapp gescheitert ist. Nun sucht die CDU zwei "Maulwürfe". So hatte der Parteivorsitzende Arne Moritz jene CDU-Mitglieder genannt, von denen vermutet wird, sie hätten interne Informationen zu den Vorgängen bei der Frauen-Union an die Presse weitergegeben. Die "Maulwürfe" hatte Moritz wörtlich bei der Vorstandsneuwahl der Frauen ins Spiel gebracht. Und: Ihre Namen seien der Partei bekannt. Nicole Molinari besteht nun darauf, dass ihr Name nicht in Zusammenhang mit den Vorgängen gebracht wird und hat nach eigenen Angaben in einem Gespräch mit Oberbürgermeister und Fraktionsspitze gestern am Rande des Hauptausschusses genau darauf gedrängt.

"Es gibt in der CDU niemanden, der behauptet hat, Nicole Molinari sei der Absender der anonymen Mails gewesen", sagt Fraktionschef Bernd Krebs. Und Arne Moritz ergänzt: "Niemand in der CDU hat sich über meine Aussage aufgeregt, nur eine Person und ihre Familie."

(RP/rl)