Remscheid: Sozialdemokraten wollen B 51 n den Vorzug geben

Remscheid: Sozialdemokraten wollen B 51 n den Vorzug geben

Straßenbauprojekte in Remscheid waren am Mittwochabend Gesprächsthema zwischen dem Remscheider Landtagskandidaten Sven Wolf (SPD) und dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bodo Wißen. Bei einem Ortstermin sah sich Wißen in Begleitung von Sven Wolf und Bernd Kachelmaier, Leiter des Industrie- und Dienstleistungs-Centers IDC Barmag, die Lenneper Kreuzung Trecknase an. Sie gilt als die meistbefahrene Kreuzung in Remscheid.

Wolf und Wißen waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. Allerdings sehen sie in der geplanten Umgehungsstraße B 229 n keine geeignete Lösung. Alle denkbaren Trassenverläufe würden negative Konsequenzen nach sich ziehen, beispielsweise eine erhöhte Lärmbelastung, führte Wolf aus.

Natur beeinträchtigt

Ginge es nach den Sozialdemokraten, müsste das Projekt in seiner Vordringlichkeit eher heruntergestuft werden. Stattdessen denke die Landesregierung sogar über eine Höherstufung nach, berichtete Wißen. Dabei befinden sich die Planungen gerade mal im Linienabstimmungsverfahren, das heißt, es wird noch über den genauen Verlauf der Strecke nachgedacht, die – so oder so – an manchen Stellen Natur beeinträchtigen würde.

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Viel weiter seien die Vorbereitungen für die B 51n, die voraussichtlich Mitte des Jahres das Planfeststellungsverfahren erreichen und 2014 umgesetzt werden könnten. Diesem Straßenbauprojekt würde die SPD den Vorzug geben, betonte Wolf, "denn wir haben damit die Möglichkeit, das Gewerbegebiet Gleisdreieck zu erschließen". Begrüßen würden es die Sozialdemokraten ebenfalls, wenn sich der Landesbetrieb Straßen auch an der Kreuzung zwischen L 74 und Solinger Straße in Müngsten für einen Kreisverkehr statt, wie vorgesehen, für eine Ampelanlage entscheiden würde.

Der Gast aus Düsseldorf zeigte sich interessiert und fachkundig. Wißen will die Anregungen der Remscheider Parteikollegen in seine Landtagsarbeit einfließen lassen und in Düsseldorf beispielsweise eine kleine Anfrage starten oder den zuständigen Minister um Stellungnahme bitten. Bernd Kachelmaier, der das Gewerbezentrum auf dem Barmag-Firmengelände managt – es ist von den Planungen für die B 229 n betroffen – würde sich jedenfalls eine schnelle Entscheidung wünschen, damit er für die Zukunft Planungssicherheit hat: "Jetzt passiert gar nichts, und das ist die schlechtere Situation."

(RP)