Mönchengladbach: Schloss Rheydt: Brandschutz wird 2018 ausgebaut

Mönchengladbach: Schloss Rheydt: Brandschutz wird 2018 ausgebaut

Schloss Rheydt ist eines der wichtigsten Denkmäler der Stadt. Deshalb sollen in Kürze die Brandschutzanlage und die Videoüberwachung in der im 16. Jahrhundert errichteten Renaissance-Wasserschlossanlage ausgebaut werden. Das geht aus einer Ausschreibung hervor, mit der die Stadt ein Ingenieurbüro sucht, das den Umbau plant und umsetzt. Der Beginn der Planungen ist für Mai 2018 vorgesehen, der Ausbau soll im Herbst des kommenden Jahres beginnen. Das Museum im Schloss Rheydt ist bekannt für seine Exponate zur Stadtgeschichte und seine Dauerausstellungen.

Die bestehende Brandschutzanlage soll im Herrenhaus, in der Vorburg, der Torburg und im Verwaltungs- und Restauranttrakt ausgebaut werden. Dort ist bisher noch nicht jeder Raum an die Brandmeldeanlage angeschlossen. Die Erneuerung der Videoüberwachungsanlage betrifft die Ausstellungsräume und die Kasematten. Die Kosten sind nach ersten Kalkulationen der Stadt allerdings überschaubar. Man rechne mit einem sechsstelligen Betrag, hieß es.

Schloss Rheydt ist auch deshalb ein besonderes Baudenkmal, weil es wahrscheinlich nur noch wegen des großen Engagements der Bürger in der Stadt noch existiert. Das Herrenhaus war laut Archäologen 1988 stark einsturzgefährdet, und das Land wollte damals zunächst kein Geld für die rund 25 Millionen Mark teure Sanierung geben mit dem Hinweis, die Baumängel seien ja schließlich schon ein paar hundert Jahre alt. Ein eigens gegründeter Verein unter Federführung des damaligen Oberbürgermeisters Heinz Feldhege sammelte bis zu seiner Auflösung im August 1997 insgesamt 1,77 Millionen Mark für Schloss Rheydt. Auch deshalb sah sich die Landesregierung Anfang der 90er Jahre dann doch dazu veranlasst, die Sanierungsarbeiten zu bezuschussen. Im August 1994 eröffnete das Schloss wieder.

(angr)