Mönchengladbach: Einzelhändler kritisieren Stadt und Politiker

Mönchengladbach: Einzelhändler kritisieren Stadt und Politiker

Das Geschäftsviertel zwischen Hindenburgstraße, Stephanstraße und Friedrichstraße stehe im Abseits.

Mehrere Einzelhändler im Karree zwischen Hindenburgstraße, Stephanstraße und Friedrichstraße schlagen Alarm: Sie befürchten, dass es qualitativen Einzelhandel in ihrem Geschäftsviertel bald nicht mehr geben wird, wenn nicht bald gegengesteuert wird. Sie fordern Politik und Verwaltung zum Handeln auf. "Wir unterstützen ausdrücklich und nachhaltig die strategischen Ziele von mg+, dass die Stadt wächst und mehr Qualität bekommt und bieten unsere Mitarbeit an. Uns treibt allerdings zunehmend die Sorge um, dass ausgerechnet jene, die zum Teil seit Jahrzehnten diese Ziele in Eigeninitiative verfolgt haben, nun abgehängt werden", heißt es in ihrer Erklärung. Unterzeichner sind unter anderem Geschäftsführer und Inhaber von Kaufhof, Gina Lehnen, Commerzbank, Buchhandlung Degenhardt, mehrere Restaurants und Cafés sowie Rechtsanwalt Walter Opitz.

Sie fordern, innerstädtische Straßen wie Stephanstraße und Friedrichstraße wieder besser erreichbar zumachen. Dazu sei eine andere Taktung der Ampelschaltung Bismarckplatz notwendig. Busse komplett aus der Hindenburgstraße zu verbannen, habe zu erheblichen Umsatzeinbußen bei Händlern geführt. Wenigstens im Weihnachtsgeschäft sollten Busse auf der Hindenburgstraße zugelassen werden. Sie plädieren für einen Pendelbus.

Die Händler von Stephan- und Friedrichstraße fordern, dass sie an der Hindenburgstraße auf ihre Geschäfte hinweisen können und schlagen vor, dazu bestehende Fahnenmasten zu nutzen. Dies gelte umso mehr, seit mit der Post ein Frequenzbringer das Viertel verlassen hat. Derzeit torpediere die Stadt die Vorschläge der Händler, die dafür selbst Geld in die Hand nehmen wollen. Kritisiert wird die Situation am Bismarckplatz. Wegen der Obdachlosen trauten sich Kunden nicht über den Platz, Toreinfahrten im Karree würden als Toiletten missbraucht. "Wir tragen mit Ideen dazu bei, die Situation zu verbessern", heißt es. Sie hätten aber den Eindruck, dass dies nicht willkommen sei: "Das ist frustrierend."

(web)