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Mönchengladbach: Die Stadt glänzt mit dem Masterplan

Mönchengladbach : Die Stadt glänzt mit dem Masterplan

Bei der Expo Real in München hat Mönchengladbach dank des Masterplans so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie noch nie. Investoren von außerhalb haben die Stadt endlich wieder auf dem Radar.

Es gab Zeiten, als die Mönchengladbacher am Niederrhein-Stand in Halle B 1 der Expo Real, der größten Gewerbeimmobilienmesse der Welt, höflich danebenstanden, wenn die Nachbarstädte und -kreise ihre Pläne für Neubauten vorstellten. Die laute Musik spielte woanders. Das ist vorbei.

Diesmal war es mit Abstand am vollsten am Stand, wenn die Mönchengladbacher ihre Projekte und vor allem den Masterplan präsentierten, so wie bei einer Diskussionsrunde gestern Morgen. Und viele andere blickten ein bisschen neidisch auf das Potpourri an Investitionsmöglichkeiten, das sich in der Stadt aus dem Masterplan nun mittelbar und unmittelbar ableitet.

"In Gladbach ist richtig Musik drin", sagte ein Investor anerkennend nickend. Das merkte die Delegation allerorten. "Was in Mönchengladbach passiert, wird an vielen anderen Stellen gerade sehr aufmerksam verfolgt. Das spürt man hier auf der Messe besonders geballt. Wir haben sehr viele, sehr gute Gespräche geführt", resümierte Oberbürgermeister Norbert Bude gestern.

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"Wir sind als Botschafter des Masterplans hier", hatte Fritz Otten, Vorstand des Vereins 3.0 zu Beginn der dreitägigen Messe gesagt. Die Botschafter waren höchst willkommen. Heinz Schmidt, Präsident der Industrie- und Handelskammer stellte nach seinem Rundgang und etlichen Gesprächen mit Investoren und Vertretern anderer Kommunen fest: "Mönchengladbach ist in aller Munde. Man könnte fast den Eindruck haben, der Masterplan sorgt außerhalb der Stadt für noch mehr Aufsehen als in der Stadt selbst."

In vielen kleinen und in manchen ganz großen Runden streute die Gladbacher Delegation immer wieder dieselbe Grundbotschaft: "Mönchengladbach ist im Aufbruch. Es kommt eine ganz neue Qualität in die Innenstadt. Der Masterplan bietet sehr viele spannende Möglichkeiten", wie es Baudezernent Andreas Wurff zusammenfasste. Und die sind genau so, wie es Investoren schätzen: Einerseits verlässlich, weil sie in einem von allen wesentlichen Playern der Stadt verbindlich verabredet worden sind. "Wir wissen, wo wir hin wollen. Alle sprechen dieselbe Sprache", sagte Fritz Otten.

Andererseits lässt der Plan, weil er nur Leitlinie ist und eben nicht, wie Wurff sagt, "schon die letzte Baukante auf den Meter exakt definiert", den Investoren genug Spielräume, ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Die meisten Flächen — und auch das ist ein Pluspunkt für Mönchengladbach — liegen mitten in der City. Das Croonsquartier, die Steinmetzstraße, der Berliner Platz und der Tower wurden gestern Morgen bei der Diskussion besonders ins Schaufenster gestellt.

Dazu hat Gladbach mehr als Visionen und schöne, bunte Bilder vorzuweisen, sondern kann nachweisen, dass sich was tut. Und zwar eine Menge: Das chice Arcaden-Modell von dem viel beachteten und neu aufgestellten Investor Mfi mit Bildern von der Baustelle, die Ansiedlungen großer Player im Regio-Park, das Monforts-Quartier, die Textil-Akademie, das Kapellmann-Bürogebäude — alles das zeigte in München, wie dynamisch die Entwicklung in Gladbach ist.

Dass all das kein wackeliger Wechsel auf die Zukunft ist, sondern handfest und konkret, zeigten die Gespräche, die die Delegation mit interessierten Investoren führte und die nun vertieft werden sollen. "Mönchengladbach rockt", sagte einer aus dem Neusser Tross gestern. Der Oberbürgermeister stieg gestern Nachmittag jedenfalls sichtlich zufrieden in den Flieger zurück in die Heimat.

(RP)