Leverkusen: Busbahnhof soll Ende 2018 in Teilen fertig sein

Leverkusen : Busbahnhof soll Ende 2018 in Teilen fertig sein

Auf die Nutzer des Busbahnhofes und des Bahnhofes in Leverkusen-Mitte kommen harte Zeiten zu: Der Umbau des Busbahnhofes Wiesdorf wird bis 2025 dauern. Für den ersten Bauabschnitt werden eineinhalb Jahre benötigt.

Für den "Umbau Zentraler Busbahnhof" zwischen Bahnhof und Europaring werden alle Bushaltestellen verlegt, damit ein Kreisverkehr auf der Rathenaustraße am Eingang zum Busbahnhof gebaut und die gesamte Busbahnhoffläche neu gestaltet werden kann. Wie das fertige Produkt Ende 2018 aussehen soll, dies beraten die Politiker wieder ab 27. März. Die Entscheidung fällt der Stadtrat am 3. April.

Auslöser für den längst überfälligen Umbau des Busbahnhofes ist der Bau eines zusätzlichen Gleises für die neue Schnellbahn "Rhein-Ruhr-Express". Gestern legte die Stadt mehr Details für die komplette Umstrukturierung des Busbahnhofes vor. Wichtige Neuerung gegenüber der heutigen Situation ist die elipsenförmige Mittelinsel, um die sich zehn Bushaltestellen gruppieren.

Dieser Haltestellenbereich wird mit einem markanten Dach geschützt. "Es handelt sich um eine hervorragende und richtungweisende Konstruktion. Stützen und Dach bieten ein faszinierendes Raumerlebnis", urteilte 2016 die Jury über den Entwurf des 2300 Quadratmeter großen Daches. Der Busbahnhof werde so eine repräsentative Verbindung zwischen Bahnhof und City bilden, sind sich die Stadtplaner sicher. Insgesamt kostet das Projekt 8,3 Millionen Euro (Stand 2017). Es wird von der Stadtspitze auch als "wesentlicher Impuls" für den Erneuerungsprozess in Wiesdorf eingestuft.

Die Dachhaut besteht aus PVC, das laut Stadt aus schwer entflammbarem und beschichtetem Material gefertigt werde und dass sich einfach reinigen lasse. Das Dach sei weitgehend wartungsfrei. Die geplante Möblierung bietet Stoff für in Leverkusen bekannte heiße Diskussionen: Die Politiker sollen auch über die Art der Papierkörbe beschließen. Die einfache Variante aus grünem Kunststoff kostet 200 Euro pro Stück. Aus gestalterischen Gründen sei sie nicht vertretbar, schreibt die Stadtspitze. Die Angebotsliste reicht bis zum Abfallbehälter, der einfach "Typ C" genannt wird, für einen Stückpreis von rund 2100 Euro. Da kommen Erinnerungen an die Toluga-Papierkörbe auf, für deren Montage in der City der ehemalige Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn schwer kritisiert worden ist. Entscheiden sollen die Volksvertreter auch über stabile Sitzebänke, die pro Stück auch mal 4300 Euro kosten können - bei einer jeweiligen Länge von 2,5 Meter. Für die zehn kleinen und die eine große Fahrzeitenanzeigetafeln plant die Stadt insgesamt 116.600 Euro ein. Ob im Busbahnhofbereich ein Kiosk integriert wird, ist offen, berichtet die Stadtspitze in dem Beratungspapier für die Politik. Wünschenswert wäre ein Kiosk, weil dann eine gewisse Überwachung des Busbahnhofes gesichert wäre.

(RP)