Leichlingen: Zuwachs am Ziegwebersberg

Leichlingen: Zuwachs am Ziegwebersberg

Die Verwirklichung eines großen Neubaugebietes am Ziegwebersberg wird konkret: Am 19. August erfolgt auf einem 23000-Quadratmeter-Gelände südlich des Gravenberger Wegs der erste Spatenstich zur Erschließung.

Die Verwirklichung eines großen Neubaugebietes am Ziegwebersberg wird konkret: Am 19. August erfolgt auf einem 23 000-Quadratmeter-Gelände südlich des Gravenberger Wegs der erste Spatenstich zur Erschließung.

Rupelrather Weg, Am Mühlenberg, Kämpchenstraße: So lauten die Namen der drei neuen Straßen, die am Ziegwebersberg entstehen werden. 31 Wohneinheiten sind dort geplant – auf Grundstücken mit Größen von 380 bis 790 Quadratmetern, die auch für Familien bezahlbar sein sollen. Vermarktet werden sie vom Erschließungsträger terraD aus Haan, der zwischen 220 und 240 Euro pro Quadratmeter verlangt. Die Käufer können die Grundstücke dann ohne Architekten- und Planungsbindung individuell bebauen (lassen).

Für Jochen Füge, dessen Gesellschaft ISR die Planung des Neubaugebietes übernommen hat, gab es bei den Vorarbeiten eine Überraschung: Auf dem Areal wurde ein Bachlauf „gefunden“, der im Laufe der Jahre von Anwohnern nach und nach verrohrt worden war. Der Bach, der noch keinen offiziellen Namen hat, soll laut Füge renaturiert und umgeleitet werden. Teilweise wird er dann – als kleine Attraktion – über fünf Grundstücke an der Kämpchenstraße plätschern.

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Demografie-Bilanz verbessern

Damit das Neubaugebiet von Verkehrsteilnehmern komfortabel angesteuert werden kann, wird auf der angrenzenden Landstraße in Richtung Solingen-Aufderhöhe eine Linksabbiegerspur angelegt. Davor soll eine Querungshilfe eingerichtet werden, mit der sich auch die nahe gelegene Bushaltestelle gefahrlos erreichen lässt – nicht zuletzt von den Kindern, die sich in Zukunft möglichst zahlreich am Ziegwebersberg tummeln sollen. Das wünscht sich jedenfalls Christian Scheffs. Der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Leichlingen (SEL) hält es aus demografischen Gründen für sehr wichtig, dass die Blütenstadt junge Einwohner dazu gewinnt. Bei der Altersverteilung dominieren in Leichlingen zur Zeit die etwa 45-Jährigen; perspektivisch droht eine ungünstige Altersstruktur. „Und wofür hätten wir dann zum Beispiel unsere Schulen ausgebaut, wenn die in Zukunft nur noch halb belegt wären?“ fragte Scheffs während eines Pressegesprächs rhetorisch.

Eine Reihe von Interessenten gebe es für die Baugrundstücke bereits, sagte terraD-Geschäftsführer Jochen Siebel. Jochen Füge prognostizierte, dass an Weihnachten 2008 die Hälfte der neu entstandenen Häuser bezogen sein wird. Abgesehen von der nahe gelegenen Eisenbahnlinie Köln-Wuppertal erwartet die Häuslebauer eine ruhige neue Umgebung. Durchgangsverkehr wird es am Rupelrather Weg, Am Mühlenberg und an der Kämpchenstraße nicht geben. Die Straßen sind als Sackgassen konzipiert. Zwischen Kämpchenstraße und dem Gravenberger Weg wird allerdings eine Verbindung für Fußgänger gebaut.

(RP)
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