Leichlingen: Gutachten für Wohnpark

Leichlingen: Gutachten für Wohnpark

Pläne für das neue Areal mit Supermarkt und Wuppertreppe nehmen nächste Hürde.

Über zehn Jahre haben viele Leichlinger darauf gewartet, nun nimmt die Innenstadtentwicklung auch im planungsrechtlichen Verfahren Fahrt auf: Gestern Abend hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Leichlinger Investor und Architekturbüro Pässler, Sundermann und Partner im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung erneut die Pläne vorgestellt, wie es mit der Leichlinger Innenstadtentwicklung weitergehen soll. Dazu muss der Bebauungsplan "Wohnen und Einzelhandel am Rathausplatz" auf dem ehemaligen Kaufpark- und Tankstellenareal geändert werden.

Die frühzeitige Bürgerbeteiligung ist ein Teil des Bebauungsplanverfahrens, um die planungsrechtliche Grundlage für die Neubebauung der Fläche zu schaffen. Gegenüber den Plänen, die Pässler, Sundermann und Partner im Herbst vergangenen Jahres vorgestellt haben und auf deren Grundlage der einstimmige Aufstellungsbeschluss im Rat ergangen ist, hat sich zwischenzeitlich allerdings nichts geändert.

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"Die frühzeitige Bürgerbeteiligung gibt den Menschen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Belange zu benennen, die in die weiteren Planungen einfließen können", sagte Architekt Clemens von Dryander zu dem formal vorgeschriebenen Prozedere. Die Investoren, die das Areal im vergangenen Jahr gekauft hatten, arbeiten derweil an zahlreichen Details, die im Verfahren ebenfalls geklärt werden müssen. "Derzeit lassen wir Gutachten zum Verkehr und zur Schalltechnik machen", sagte von Dryander. Eine Bestandsaufnahme zum Verkehr an der Neukirchener Straße habe es auch schon gegeben. Außerdem sei man im Hinblick auf die geplante neuartige Querung der Straße mit dem zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW im Gespräch. "Das braucht alles seine Zeit", sagte der Architekt.

Das Büro Pässler, Sundermann und Partner plant auf dem knapp 5700 Quadratmeter großen Areal zwischen Wupper und Neukirchener Straße gegenüber des Rathauses ein Gebäudeensemble, das im Erdgeschoss einem Supermarkt und darüber auf vier Etagen Wohnungen Platz bieten soll. In einer Tiefgarage wird Parkraum geschaffen. Das Gebäude öffnet sich mit einem Garten und einer breiten Treppe U-förmig zur Wupper. Ein Café an der Henley-Brücke ist ebenso vorgesehen wie eine Anbindung an das Rathaus auf der anderen Straßenseite durch eine Art verkehrsberuhigte Zone.

(RP)