Treff der NRW-Liga-Bewerber

Am Sonntag reist Beeck zum absoluten Spitzenspiel nach Dürwiß. Das Spiel hat einige Brisanz – beide wollen aufsteigen. Bereits am 15. März ist Bewerbungsschluss für die technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit.

Als André Sieberichs am späten Donnerstagabend nach dem unglücklichen Pokalaus beim NRW-Liga-Spitzenteam Germania Windeck (nach toller Leistung unterlagen die Kleeblätter erst nach Verlängerung 2:4) in die Kabine kam, da machte sich der Coach des FC Wegberg-Beeck darauf gefasst, seine Jungs wieder aufrichten zu müssen. "Von Niedergeschlagenheit war da aber keine Spur. Statt dessen machte sich sofort die Trotzreaktion breit, dafür nun erst recht das Liga-Spitzenspiel bei Germania Dürwiß zu gewinnen."

Dazu haben die Kleeblätter morgen Gelegenheit – sofern gespielt werden kann (siehe Info). Dabei geht es um einiges. "Wenn wir verlieren, wird es schwer, am Ende auf Platz eins zu stehen", sagt Sieberichs. Genau das könnte aber nötig sein, um den Aufstieg in die NRW-Liga zu schaffen. Denn nicht nur Beeck, sondern auch Dürwiß wird sich dafür wohl bewerben. "Nächste Woche haben wir Vorstandssitzung. Dann werden wir abschließend über das Thema beraten. Die Tendenz geht aber dahin, dass wir uns bewerben", erklärte auf Nachfrage der RP Wolfgang Röber, Germanias Abteilungsleiter Fußball.

Die Zeit dafür drängt: Am 15. März ist um 15.30 Uhr beim Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband (WFLV) Bewerbungsschluss für die technisch-organisatorische und sicherheitstechnische Leistungsfähigkeit – Beecks Geschäftsführer Helmut Waldhaus arbeitet daran bereits seit dieser Woche mit Hochdruck. Genau einen Monat später, am 15. April bis 15.30 Uhr, müssen die geforderten Unterlagen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Duisburg eingereicht sein.

  • Wenn sich Stolz und Frust die Waage halten

Morgen geht es aber erst einmal um die sportlichen Voraussetzungen. Angst, dass das Pokalspiel zu viel Kraft gekostet hat, hat Sieberichs nicht: "Dürwiß hat ja auch gespielt – wenn auch nur 90 Minuten." Die Elf von Michael Burlet spielte da im Nachholspiel gegen Viktoria Arnoldsweiler nur 0:0.

Im Hinspiel bezog die Germania die bislang einzige Niederlage: Mit der (bis Donnerstag) besten Saisonleistung überrollte Beeck den Gast da 3:0, bot 70 Minuten fast perfekten Fußball. "Wir haben heute sehr deutlich unsere Grenzen aufgezeigt bekommen", bilanzierte Burlet. Ob er das morgen wieder sagen muss?

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(RP)