Krefeld: Raubmord an Rentner - lebenslange Haft für drei Angeklagte gefordert

Prozess in Krefeld: Raubmord an Rentner - lebenslange Haft für drei Angeklagte gefordert

Im Prozess um den Raubmord an einem Rentner vor dem Landgericht Krefeld hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag lebenslange Haftstrafen für mehrere Angeklagte gefordert. Sie sollen den 79-Jährigen in seiner Wohnung überfallen und getötet haben.

Seit Mitte Juli 2017 müssen sich in dem Verfahren vier Männer und eine Frau verantworten, die den 79-Jährigen im Oktober 2016 in seiner Krefelder Wohnung angegriffen haben sollen. Der Rentner war gefesselt und geknebelt worden und qualvoll erstickt. Die Angeklagten sollen in seiner Wohnung wertvolle Antiquitäten vermutet haben. Die Beute bestand schließlich aus wenig wertvollen Messingfiguren, Kreuzen, einem Kerzenleuchter und einer Schiller-Ausgabe.

Für drei der Angeklagten beantragte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haftstrafen. Ein weiterer Angeklagter, ein 42-Jähriger aus Bochum, habe durch seine Aussage erheblich zur Aufklärung des Falles beigetragen. Er soll deshalb nur 14 Jahre in Haft. Einen 27-jährigen Mann aus Krefeld stuft die Staatsanwältin nur als Mittäter ein und forderte fünf Jahre Gefängnis. Die Verteidiger der Angeklagten beantragten deutlich mildere Strafen. Sie gingen teilweise von Raub mit Todesfolge aus.

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Die Urteile sollen am 10. Januar um 9 Uhr verkündet werden.

(lsa)