Kölner Dom: Einbrecher lassen Diebesgut am Roncalliplatz zurück

Polizei sichert Spuren: Dom-Einbrecher lassen Beute am Roncalliplatz zurück

In der Nacht zu Montag ist in den Kölner Dom eingebrochen worden. Die Diebe erbeuteten dabei Werkzeug. Die Ermittler gehen von zwei männlichen Tätern aus.

Der Kölner Dom ist das Ziel von Einbrechern geworden. Zwei Männer haben in der Nacht zum Montag die Glastür aufgebrochen, durch die Besucher den Aufstieg zum Südturm beginnen.

So gelangten die Täter schließlich in den Südturm und brachen dort laut Dompropstei eine weitere Tür auf, die zum Nordturm führt, wo auf rund 45 Metern Höhe die Dombauhütte ihre Werkstatt hat. "Dort sind Metallschränke aufgebrochen worden, und es wurde Werkzeug entwendet", schilderte der Sprecher der Dompropstei, Markus Frädrich.

Der Innenraum der Kathedrale mit Schatzkammer und Sakristei sei jedoch nicht betroffen, teilten Polizei und Dompropstei am Montag mit. Von einem Sicherheitsdienst alarmierte Polizisten umstellten mitten in der Nacht den Dom. Die Diebe konnten jedoch entkommen. Polizeibeamte stellten die auf dem Fluchtweg zurückgelassenen Gegenstände, einen Werkzeugkoffer und einen Rucksack, auf dem Roncalliplatz sicher.

Die Motivlage sei völlig unklar, sagte ein Polizeisprecher. Ob die Täter nicht weiter kamen als bis zur Werkstatt der Dombauhütte oder ob sie es tatsächlich nur auf Werkzeug abgesehen hatten, müssten die Ermittlungen zeigen. Stunden nach der Tat fehlte von den Männern zunächst jede Spur. Wie gut sie auf den Videos zu erkennen sind und ob diese für Fahndungsfotos nutzbar sein könnten, war noch offen.

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Auf Bildern sei erkennbar, dass zwei bislang unbekannte Männer mittleren Alters um 2.05 Uhr aus der beschädigten Tür des Besucherzugangs zum Südturm flüchten, hieß es. Ein Täter trug ein helles ärmelloses "Muskel-Shirt" mit auffälligem Aufdruck vorne, Jeans und helle Sportschuhe. Der Komplize trug eine schwarze Jacke, Jeans und ebenfalls helle Sportschuhe. Die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 02.30 Uhr war die Polizei vom Sicherheitsdienst informiert worden, nachdem ein Alarm ausgelöst worden war. Mehrere Streifenwagen rückten aus. Alle Bereiche der Kathedrale seien genau durchsucht worden, auch mit zwei Spürhunden, betonte der Polizeisprecher. Im Innenraum des alljährlich auch von mehreren Millionen Touristen besuchten Kölner Wahrzeichens wurden keine Einbruchsspuren entdeckt.

Ein Zusammenhang zwischen der Beisetzung von Kardinal Joachim Meisner am vergangenen Samstag und dem Einbruch bestehe nicht, betonte Frädrich. "Die erzbischöfliche Gruft ist nicht betroffen."

Touristen mussten zumindest am Montag auf die Aussicht aus fast 100 Metern vom Südturm über die Millionen-Stadt am Rhein verzichten. Denn der aufgebrochene Eingang musste zunächst repariert werden. Der Schaden sollte allerdings bis zum Montagabend behoben werden.

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(csr/KNA/dpa/lnw)