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Hückeswagen: Holzrückekursus in Steffenshagen begeistert Kursteilnehmer

Hückeswagen : Holzrückekursus in Steffenshagen begeistert Kursteilnehmer

Pferde, die auf Zuruf hören und dabei noch Rechts von Links unterscheiden können, gibt es nicht viele. Das Holzrückepferd Nanuk von Kerstin Wipke ist darauf bestens trainiert. Es zieht regelmäßig bis zu 700 Kilogramm schwere Holzstämme aus dem Wald bis zu den Rückegassen, wo sie von den Forstmaschinen abtransportiert werden.

Pferde, die auf Zuruf hören und dabei noch Rechts von Links unterscheiden können, gibt es nicht viele. Das Holzrückepferd Nanuk von Kerstin Wipke ist darauf bestens trainiert.

Es zieht regelmäßig bis zu 700 Kilogramm schwere Holzstämme aus dem Wald bis zu den Rückegassen, wo sie von den Forstmaschinen abtransportiert werden.

Die enge und empathische Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier demonstrierte die Försterin aus Kassel nun den Kursteilnehmern des Holzrückekursus auf dem Reiterhof Lohmann in Steffenshagen. Am Samstag gab es zunächst eine theoretische Einweisung, später folgten Trockenübungen wie das Geben der Kommandos auf dem Reitplatz.

Am Sonntag ging es mit Kaltblüter Nanuk in den Wald nach Voßhagen. Dort konnten die Teilnehmer zeigen, was sie bisher gelernt hatten. "Ich finde die Arbeit mit dem Pferd unglaublich interessant und wollte das schon immer mal mit meinem Pony machen", sagte Ninon Kucharczak, die den Kursus organisiert hatte.

Die Hückeswagenerin hat selbst zwei Pferde, gibt Reitunterricht und übernimmt Verhaltenskorrekturen. Die vier Grundkommandos hatten die Kursteilnehmer schnell gelernt. "Ha" bedeutet einen Schritt nach links, "Hotti" nach rechts, "Okay" heißt für das Pferd "los geht's" und "Brr" bedeutet stehenbleiben.

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Rolf Böcker aus Menden führt sein eigenes Pferd nur bei Kutschfahrten. Der Kursus brachte ihm neue Ideen zum Umgang mit dem Tier. "Ich finde es super und überlege, ob ich das Ganze noch vertiefe", sagte er. Der Anfängerkursus war der perfekte Einstieg in das Thema.

"Alles kann, nichts muss", lautete das Motto. "Das Pferd ist sehr sensibel und spürt die Nervosität des Menschen sofort", betonte Oliver Götzen aus Neuss. Als Freizeitreiter und Gärtner mit Fachrichtung Baumpflege erhielt er interessante Einblicke in die umweltschonende Waldarbeit ohne Maschinen.

Im Wald durften die Teilnehmer dem Holzrückepferd gemeinsam das Geschirr anlegen und es dann per Zuruf durch den Wald führen. Sehr behutsam und ruhig, aber hoch konzentriert, ging es an die praktischen Übungen. Für Oliver Wienand und seine Ehefrau aus Fröndenberg war der Kursus eine Horizonterweiterung. "Wir wollten auch Frau Wipke kennenlernen, denn sie hat eine Einstellung zum Pferd, die auch wir schon seit Jahren leben", berichtete der Pferdefreund.

Das Tier steht dabei immer im Vordergrund. Für die Waldbauern ist der Einsatz von Rückepferden eine knallharte wirtschaftliche Kalkulation. "Die Arbeit mit Mensch und Pferd ist einfach günstiger als mit Maschine und Seilwinde", erklärte Kerstin Wipke. Sie möchte im September erstmalig einen Spezialkursus für Shetlandponys anbieten. "Diese Idee ist hier in der Gruppe entstanden und darauf freue ich mich sehr", betonte die Försterin.

(heka)