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Erkrath: Neue Ferienbetreuung kommt gut an

Erkrath : Neue Ferienbetreuung kommt gut an

Erstmalig hat es in diesen Herbstferien ein ganztägiges Betreuungsangebot für Fünft- und Sechstklässler in Erkrath gegeben. Für berufstätige Eltern ist das eine große Erleichterung. Und die Kinder schwärmen vom Programm.

Freitagnachmittag, 14.30 Uhr, in den Herbstferien. Auf dem Schulhof der Alt-Erkrather Realschule herrscht gähnende Leere. Nur ein paar Betreuungskinder turnen auf dem spinnennetzartigen Klettergerüst herum, nach einigen Stunden Dauerregen nutzen sie dafür jetzt den kurzen Moment, in dem die Sonne hinter der dichten Wolkendecke hervorblinzelt. "Es sind ja schon einige Kinder abgeholt worden, so lässt sich die erste Ferienwoche eigentlich ganz gut ausklingen", sagt Philip Hahn, während er die Zehn- bis Zwölfjährigen beim Spielen beobachtet. Der Lehramtsstudent ist Betreuer beim zweiwöchigen Ferienprogramm, das vom Verein Interaktiv mit Sitz in Ratingen durchgeführt wird.

"Ich bin so froh, dass es hier endlich ein Angebot für Fünft- und Sechstklässler gibt", sagt Barbara Schraven, deren Sohn ebenfalls an der ersten Ferienwoche teilgenommen hat und absolut begeistert ist. Die berufstätige Mutter hat gemeinsam mit anderen Eltern für ein solches Projekt gekämpft. "Ich freue mich so sehr, dass wir endlich eine Lösung haben und vor allem, dass die Woche für die Kinder scheinbar auch noch eine Woche voller toller Aktivitäten war." Henry und Niko jedenfalls sind begeistert. "Wir waren im Hildorado, haben dort auch Mittag gegessen, das war ein super Tag", schwärmt der zwölfjährige Henry. Niko nickt zustimmend und ergänzt: "Einen Tag waren wir Schlittschuhlaufen in der Eissporthalle Ratingen, das war auch total klasse."

An den anderen Tagen hat die Gruppe, bestehend aus vier Mädchen und zehn Jungs, die Turnhalle nutzen können, lokale Spielplätze besucht oder in den von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumen in der Realschule Spiele gespielt, gemalt, gebastelt oder auch mal einfach gechillt. Das Mittagsessen lieferte ein Caterer. "Die Arbeit mit Kindern macht total Spaß", sagt Philip Hahn und lacht, "und es ist für mich eine gute Vorbereitung für meinen späteren Job als Lehrer." Fremd ist ihm eine solche Tätigkeit aber nicht - der 28-Jährige arbeitet seit geraumer Zeit in der Nachmittagsbetreuung an der Realschule.

"Philip und Paul sind klasse", sagt Jonte über die beiden Betreuer, hat aber direkt einen Verbesserungsvorschlag. "Ich würde gerne mehr basteln." Auch der zehnjährige Benedikt hat einen Wunsch für die kommenden Ferienbetreuungen. "Ich fände eine Medienzeit toll, so etwa eine Stunde pro Tag. Paul Nowicki, der leitende Interaktiv-Mitarbeiter, grinst. "Klar, das wünschen sich alle. Aber wir bieten das Programm, damit die Kinder eben nicht am Handy zocken. Das können sie ja immer noch morgens oder nach dem Abholen machen."

70 Euro kostet eine Ferienwoche inklusive Mittagsverpflegung und Ausflüge. "Absolut angemessen" findet das Barbara Schraven und auch die Mutter von Niko, Silvia Seiffert, kann dem nur zustimmen. "Für eine Woche Ganztagsbetreuung ist das wirklich nicht zu teuer." Wichtig ist den Eltern nun nur noch, dass sie frühzeitig über die genauen Betreuungstermine informiert werden.

"Die Stadt will uns entgegenkommen und bereits in den ersten Dezemberwochen die Termine bekannt geben", erklärt Barbara Schraven, " viele von uns müssen ja ihren Jahresurlaub schon Ende des Vorjahres festlegen."

(RP)