Erkelenz: Leckeres aus der Dschungelküche

Erkelenz : Leckeres aus der Dschungelküche

Zwölf Dschungelprüfungen und eine große Wasserschlacht gab es zum Abschluss der Ferienspielwoche. 25 Betreuer machten den Spaß rund um Haus Hohenbusch möglich. Stadtjugendpfleger Markus Willmer war zufrieden.

Lebendige Würmer mit einem Dip aus stinkender Käsefrucht? Einige Kinder hatten diese "Dschungel-Köstlichkeiten" bei ihrer ersten Dschungelprüfung mit Schrecken erwartet. Das aber stand natürlich nicht auf der Speisekarte, die ihnen Maximilian Mika (18) an der ersten Station der Dschungelprüfungs-Rallye rund um Haus Hohenbusch anbot. Der Ferienspiel-Betreuer hatte für die 120 Kinder drei Speisen, die sie durch Schmecken erraten sollten.

Dschungelprüfung - da wollte keiner der Stars raus. Bei den Erkelenzer Ferienspielen an Haus Hohenbusch mussten 120 Kinder schmecken, ohne zu sehen, was ihnen in den Mund gelegt wurde. Statt Insekt oder Käfer gab es Apfel, Tomate und Nektarine. Gestern endeten die Ferienspiele mit der traditionellen Wasserschlacht. Foto: Uwe Heldens

"Das ist eine Nektarine, denke ich", sagte Justin, der Wagemut für die Gruppe bewies und blind probierte. Nektarine, Apfel und Tomate, fast alle schmeckten das richtig und erspielten sich so den ersten Buchstaben für das Lösungswort. Fast bis nach Hetzerath führte die Route zu den zwölf Stationen. Alle 120 angemeldeten Kinder arbeiteten sich gruppenweise vor, um die Buchstaben zu sammeln. Nicht RTL-Moderatorin Sonja Zietlow, sondern echte Vorbilder der kleinen Prüflinge warteten an den Stationen der "Dschungelprüfungen" und forderten zum Tauziehen, Spurenlesen und Schlafsack-Ein- und auspacken heraus. "Müssen wir hier wirklich Käfer im Mund zählen?", kam an Station neun erneut kurzfristige Entrüstung auf, die sich in ablehnenden Grimassen äußerte. Spätestens als der Zuckerguss abgearbeitet und die Schokolade der bunten Linsen im Mund zerlief, sorgte das für deutlich entspanntere Gesichtszüge.

Relativ entspannt wirkten auch Stadtjugendpfleger Markus Willmer und sein Helferteam. "Schön anstrengend" seien diese Tage, sagte Wilmer. Der Einsatz der 25 jungen Betreuer allein mache es möglich, die Ferienspiele zu dem großen Spaß zu machen, der er für die Kinder ist. "Fünf neue sind dabei, alle anderen sind sozusagen alte Hasen", erklärte Markus Wilmer. Nina Schmidke zum Beispiel. Seit 2010 hilft sie mit. "Die Kinder freuen sich immer wahnsinnig, wenn man sich Zeit nimmt und mit ihnen beschäftigt." Während die Dschungelprüfungen abgelegt wurden, machte sie schon "klar Schiff" und beseitigte Überbleibsel der bunten Bastelaktionen, tröstete nebenher noch ein Kind, das sich unwohl fühlte und hatte gemeinsam mit ihren Kollegen alles im Griff. So sind die Betreuer das Herz der Erkelenzer Ferienspiele, waren eine Woche lang für Basteleien, Lagerfeuerabende und sogar für die große "Schlacht" mit 600 Wasserbomben am gestrigen Nachmittag zu haben.

Am letzten Abend gab es zuvor die gemeinsame Übernachtung auf Haus Hohenbusch. Erschöpft von Spiel, Spaß und anstrengenden Prüfungen fielen die Kinder aber doch noch mit Fröschen und Schlangen im Magen ins Bett - ihre Beute und Belohnung für das Lösungswort "Krabbelkäfer", die keine Spezialität der Dschungelküche war, sondern eine Süßigkeit aus der Tüte.

(jessi)
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