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Emmerich: Der Barfußpfad ist fit für die Saison

Emmerich : Der Barfußpfad ist fit für die Saison

Zehn Grad Außentemperatur und bewölkt - eigentlich kein Wetter, um Schuhe und Strümpfe auszuziehen und barfuß zu laufen. Doch Touristikchefin Dr. Manon Loock-Braun eröffnete am Donnerstag offiziell die "Barfußpfad-Saison 2017" und ging mit gutem Beispiel voran, ebenso wie ihre Realschulpraktikantin Melissa Andrea Marin. Beide stapften im Storchenschritt mutig durch das kalte Wasser des Kneippschen Tretbeckens, während Günther Puhe hemdsärmelig seine Arme im Armbecken badete.

"Rund drei- bis fünftausend Leute besuchen jährlich unseren Barfußpfad. Pünktlich zum Saisonbeginn wurden viele Reparaturarbeiten verrichtet, die Felder mit Materialien wie Kies, Sand und Rinde aufgefüllt, die Beschilderung optimiert, neue Mülleimer installiert, die Sträucher zurückgeschnitten, Arm- und Tretbecken mit Wasser gefüllt und Wasserhähne montiert", zählte Manon Loock-Braun auf.

Zum Ende des letzten Jahres sah es um die Existenz des rund zwei Kilometer langen Barfußpfades mit seinen zwölf Feldern mit verschiedenen Untergründen ziemlich düster aus. "Der TV Elten gab den Betrieb auf und es drohte der Rückbau des Barfußpfades samt der Kneipp-Becken", erzählte die Touristikchefin. Glücklicherweise sprang der Kneipp-Verein Elten ein. "Unser Vereinszweck ist nicht nur die Förderung des Sports, sondern auch die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege", so Dr. Loock-Braun, die Vorsitzende des Kneipp-Vereins ist. Der Barfußweg sei ein tolles Angebot, das nicht nur Spaß mache, sondern auch noch gesundheitsfördernd ist. Außerdem sei er ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Kneipp-Kurort, der 2003 von Günther Puhe begonnen wurde. "Jedes Jahr kommen wir einen Schritt weiter, im letzten Jahr wurden wir staatlich anerkannter Luftkurort."

Neben Lutz Bröder von den Kommunalbetrieben, der mit einer Gruppe vom Theodor-Brauer-Haus den Barfußweg instand setzte, gab es auch viele Kneipp-Mitglieder als ehrenamtliche Helfer, unter anderem Franz Trummer Johannes Cornelissen. Günther Puhe und Alwine und Heinz Gabriel. Besonders lobte Loock-Braun das Ehepaar Gabriel, weil es den Weg täglich begeht, auf Schäden kontrolliert und die Becken wöchentlich reinigt. "Es ist nur ärgerlich, dass manche Leute meinen, sie müssten hier ihre Hunde waschen", meinte Loock-Braun.

Im Laufe des Jahres soll der Barfußpfad für Kinder noch interessanter werden: An der Streuobstwiese werden ein Stelenfeld, ein Balancierfeld und eine Baumelbank aufgebaut. Die im letzten Jahr neu installierten Outdoorspielgeräte bei den Tretbecken werden viel genutzt.

(RP)