Baustelle an der A59 bei Duisburg soll am 27. Oktober fertig sein

Großbaustelle A59 bei Duisburg: Am 27. Oktober soll der Verkehr wieder fließen

Am 27. Oktober soll die A59 bei Duisburg wieder in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben werden. Ein Großteil der Bauarbeiten an dem Mammutprojekt soll bis dahin abgeschlossen sein. Bis es so weit ist, will der Landesbetrieb Straßen.NRW die Verkehrsführung auf den überlasteten Ausweichstrecken auf der A3 und der A40 verbessern.

In der Verkehrslagekarte von Straßen.NRW wird sogar der 15. Oktober als Enddatum der Bauarbeiten angezeigt. Dies sei allerdings nur ein vorläufiger Eintrag im Computer, so Annegret Schaber, Projektleiterin in der Abteilung Bau des Landesbetriebes Straßen.NRW. "Wenn die Arbeiten in den kommenden sechs Wochen weiter so gut voran kommen wie aktuell, können zum 27. Oktober auf der A59 wieder alle Fahrspuren für den Verkehr freigegeben werden. Das ist unser aktueller Zeitplan", sagte sie auf Anfrage unserer Redaktion. Derzeit wird die Fahrbahn in Richtung Dinslaken saniert, weshalb hier alle Fahrspuren gesperrt sind.

Das Wetter muss mitspielen

Der 27. Oktober ist bereits ein Ausweichtermin: Nachdem die Verantwortlichen von Straßen.NRW im Juni festgestellt hatten, dass die zu sanierende Berliner Brücke deutlich mehr und schwerwiegendere Schäden aufwies als zu Beginn der Bauarbeiten angenommen, wurde der Termin für den Abschluss der Baustelle um etwa vier Wochen nach hinten verschoben. Ursprünglich sollte die A59 bereits am 3. Oktober wieder in beide Fahrtrichtungen für den Verkehr freigegeben werden.

Und auch in Bezug auf den neuen Termin macht Schaber eine Einschränkung: Er könne nur eingehalten werden, wenn das Wetter mitspielt. "Sollten wir in den kommenden Wochen schlechtes Wetter bekommen und es zum Beispiel eine ganze Woche lang durchregnen, werden wir mit der Arbeit nicht rechtzeitig fertig", sagte Schaber. Derzeit wird der neue Fahrbahnbelag auf die Berliner Brücke aufgebracht und abgedichtet. Um die dafür notwendigen Arbeiten durchführen zu können, braucht es trockenes Wetter.

Pendler aus Duisburg und Umgebung können sich also nicht zu 100 Prozent darauf verlassen, dass sie ab dem 27. Oktober wieder freie Fahrt haben werden. Sie brauchen wegen der Großbaustelle bereits seit Mai starke Nerven: Egal, ob die Sperrung die Fahrtrichtung Düsseldorf oder die Fahrtrichtung Dinslaken betraf - die Ausweichstrecken waren in den letzten Wochen noch voller als sonst.

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Verkehrsführung auf Ausweichstrecken optimieren

Besonders betroffen sind die A3 und die A40. Laut Schaber will Straßen.NRW auf diesen beiden Strecken mit kleinen Verbesserungen die Verkehrsführung optimieren, damit weniger Stau entsteht. Zum Beispiel soll auf den Spuren, die von der A40 in Richtung Bochum auf die A3 führen, deutlicher gekennzeichnet werden, welche der beiden Spuren auf die A3 nach Arnheim und welche auf die A3 nach Köln führt. "An dieser Stelle gibt es immer wieder Verkehrsteilnehmer, die verunsichert sind und deshalb noch im letzten Moment auf die andere Spur wechseln", sagte Schaber. Dies führe vor allem im Berufsverkehr zu Staus.

Straßen.NRW prüft deshalb, ob neue Verkehrsschilder angebracht oder die vorhandenen so ergänzt werden können, dass die Verkehrsführung für die Autofahrer klarer ersichtlich wird. "Wir stimmen die Änderung derzeit mit der Bezirksregierung und der Autobahnpolizei ab", sagte Schaber. Ob und wann es neue Schilder gibt, konnte sie nicht genau sagen.

Bei einem langwierigen Abstimmungsprozess könnte es also sein, dass die Autofahrer nicht mehr von den Neuerungen profitieren, so lange die Baustelle auf der A59 noch läuft. Vielleicht klappt es mit der Umsetzung ja, bis demnächst die Neuenkamper Rheinbrücke saniert wird. Dann wird sich im Praxistest zeigen, ob einige neue Schilder das Problem der überfüllten Ausweichstrecken lösen können.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Bauarbeiten an der A59

(lsa)
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